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05. Juli 2007 - BMI Pressemitteilung

Beirat für Spätaussiedlerfragen fordert Verbesserung der beruflichen Integration von Spätaussiedlern und warnt vor unzutreffenden Schlussfolgerungen aus IAB-Studie

Unter Leitung des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Herrn Dr. Christoph Bergner, fand am Montag, dem 25. Juni 2007, eine erweiterte Sitzung des Beirates für Spätaussiedlerfragen statt, an der auch Vertreter des Arbeitskreises "Integration der Aussiedler" und Vertreter des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sowie des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge teilnahmen.

Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit hatte  für Aufsehen gesorgt, da sie auf methodisch problematischem Wege zu dem Ergebnis gekommen war, dass Spätaussiedler überproportional von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Die massiven Zweifel an der Vergleichbarkeit der für die Gruppen der Spätaussiedler, Ausländer und Deutschen (ohne Spätaussiedler) ausgewählten Zahlen konnten durch die Autoren nicht ausgeräumt werden.

Es wurde aber auch von den Autoren der Studie festgestellt, dass arbeitsmarktpolitische Maßnahmen bei Spätaussiedlern zu überdurchschnittlichen Erfolgen bei der Integration in den Arbeitsmarkt führten.

"Das belegt den ausgeprägten Fleiß, der die Gruppe der russlanddeutschen Spätaussiedler in besonderer Weise kennzeichnet. Die Russlanddeutschen zeichnen sich durch einen besonderen Arbeitswillen und die Bereitschaft aus, Arbeiten unter ihrer Qualifikation anzunehmen, zu geringeren Löhnen, aber auch zu unüblichen Zeiten zu arbeiten", sagte der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen, Herr Dr. Christoph Bergner.

Spätaussiedler, die über einen Hoch- oder Fachhochschulabschluss verfügen und unterhalb ihrer Qualifikation beschäftigt werden, stellen ein ungenutztes Potential dar, das im Zuge der beginnenden gemeinsamen nationalen Qualifizierungsinitiative unbedingt erschlossen werden muss. Zu den Maßnahmen zur besseren beruflichen Integration gehören die berufsbegleitende Sprachförderung, die Erleichterung des Anerkennungsverfahrens für Bildungs- und Berufsabschlüsse sowie das Angebot, fehlende Qualifikationsbestandteile (Anpassungsqualifikationen) nachzuholen. 

Bundesministerium des Innern
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