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Amtsübergabe im Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte

 

Das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte hat die bisherige Leiterin Dr. Katharina Neufeld in den Ruhestand verabschiedet. Gleichzeitig wurde der neue Museumsleiter Kornelius Ens vorgestellt und in sein Amt eingeführt.

 

Detmold. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Peter Dück als Geschäftsführer des Christlichen Schulfördervereins, der die Arbeit am Museum maßgeblich fördert, die Gäste der Veranstaltung. Im Anschluss wurde im Rahmen einer Talkrunde mit Dr. Katharina Neufeld und einigen ehemaligen und aktuellen Vorstandsmitgliedern und Museumsmitarbeitern auf die vergangenen Jahre des Museums zurückgeblickt, Meilensteine benannt und die positive Entwicklung der Museumsarbeit resümiert. Im Anschluss erfolgte die Amtsübergabe vom Vorstandsvorsitzenden Witalis Hagelgans, indem er zunächst Dankesworte an Dr. Katharina Neufeld richtete und ihr eine Urkunde für ihre herausragende Leistung hinsichtlich des Aufbaus und der gewissenhaften Leitung des Museums überreichte.

 

Anschließend kam Dr. Katharina Neufeld selbst zu Wort. In ihrer Rede betonte sie die schönen Erinnerungen, die sie mit der Arbeit im Museum verbindet und blickte auf die letzten Jahrzehnte zurück. Beispielsweise, wie sie mit 46 Jahren als promovierte Historikerin, Hochschullehrerin und Dozentin nach Deutschland kam und hier zunächst die deutsche Sprache lernen musste. Mit 48 lernte sie erstmals den Computer und mit ihm die digitale Welt kennen. Mit 49 Jahren bekam sie den Führerschein und wurde bereits im Jahr 1999, mit 47 Jahren mit der Aufgabe betraut, zunächst ehrenamtlich das Museum zu leiten. Ihre Vision, das Museum immer weiter aufzubauen, verlieh sie seitdem Kontur. Zudem dankte sie den kaum zählbaren Helfern, die zum Erfolg des Museums beigetragen hätten. Darunter nannte sie neben praktischen Helfern, Gebern und vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern vor allem Kollegen aus anderen Museen und Institutionen, sowie dem Deutschen Bundestag, welcher 2015 beschloss, das Museum finanziell zu unterstützen. Besonderen Dank sprach sie außerdem dem Vorstand aus, mit dem sie viele Aufgaben meistern konnte, sowie ihrer Familie und dem „Allmächtigen“, dass er an ihrer Seite gewesen sei. Für die Zukunft wünschte sie allen Mitarbeitern, dass sie ihre Träume, Kenntnisse und Erfahrungen in der Museumsarbeit entfalten können und fügte hinzu, dass jedoch nicht das Persönliche im Vordergrund stehen solle, „sondern das Museum, das ein einmaliges ist und das Ziel hat, diejenigen Menschen zu repräsentieren, die ein besonderes Schicksal innerhalb der deutschen Geschichte hatten.“ Es solle der Gesellschaft eine Unterstützung darin sein, diesen Teil der Geschichte Deutschlands kennenzulernen, damit dieses Museum auch ein fester Bestandteil der europäischen Kultur und Geschichte wird und bleibt.

 

Als symbolischen Akt der Amtsübergabe überreichte Dr. Katharina Neufeld dem neuen Museumsdirektor Kornelius Ens eine Aktentasche, womit kultur-historisch die Übertragung der Verantwortlichkeit gemeint ist. Kornelius Ens betonte in seiner Ansprache, dass er sich über seinen persönlichen „Katharinenruf“ sehr freue und sehe seiner Aufgabe mit Motivation und Spannung entgegen. In der Fortführung der Museumsarbeit wolle er sich „um Synergien aus Forschung, Bildung und Kultur bemühen, um das Museum gesellschaftsrelevant zu positionieren.“ Ganz im Sinne des Ausspruchs der Friedland-Gedenkstätte, der besagt: „Völker entsaget dem Hass – versöhnt euch, dienet dem Frieden – baut Brücken zueinander.“ Er sei überzeugt, dass diese integrative Strahlkraft auch wesentlich von Kirchen kommen könne, welche hin zu einer friedlicheren Gesellschaft führe.

 

Im Anschluss an Kornelius Ens' Rede wurden die weiteren neuen Mitarbeiter des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte vorgestellt, bevor Heinrich Zertik als Bundestagsmitglied das Wort gegeben wurde. Er lobte die Arbeit des Museums, mit dem sich Träume verwirklicht hätten, und betonte die Wichtigkeit der Weiterführung der Arbeit als „Brückenfunktion“. Auch der Staatssekretär Thorsten Klute und die stellvertretende Bürgermeisterin Christ-Dore Richter sprachen ihr Lob aus, würdigten die Arbeit Neufelds, und wünschten weiterhin eine gute Zusammenarbeit. Der stellvertretende Fachbeiratsvorsitzende Jun. Prof. Dr. Jannis Panagiotidis versicherte, dafür Sorge tragen zu wollen, dass dem Museum auch weiterhin Unterstützung zugesagt werde und freue sich auf die zukünftige Kooperation zwischen universitärer Forschung und der Bildungs- und Kulturarbeit des Museums.

 

Zum Schluss der Veranstaltung wurde Dr. Katharina Neufeld von dem stellvertretenden Vorsitzenden der Landsmannschaft, Johann Thießen, in Würdigung ihrer Leistung die goldene Ehrennadel der Landsmannschaft überreicht, sowie von Vertretern der Kirchen und Schulen beglückwünscht. Ein warmer Imbiss und Lifemusik, dargeboten vom Improvisationslehrer am Privaten Musikzentrum Detmold Daniel Neufeld, rundeten die Veranstaltung ab. Musikalisch begleitet wurde die Feierlichkeit von Musikern des Privaten Musikzentrums Detmold, welches langjähriger Partner des Museums ist. Der Tenor und Vorsitzender des Musikzentrums Johann Penner brachte sich mit Gesang ein, am Klavier spielten die Schulleiterin Linda Wiebe und Kollegin Kerstin Wiebe.

 

 

 

 

 



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