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Museum am Sonntag - Kulturprogramm

Museum am Sonntag - Kulturprogramm

Bei „Museum am Sonntag“ bietet wir Ihnen ein besonderes Programm an: Lesungen, Filme, Vorträge und andere Veranstaltungen erweitern den Blick auf unsere Ausstellungen. Geschichte der Russlanddeutschen im Kontext der Weltgeschichte, das ist unser Ansatz.

Das diesjährige Programm beschäftig sich mit den Themen der aktuellen Sonderausstellungen.

„Museum am Sonntag“ findet einmal monatlich sonntags statt. Wir starten um 14 mit einer öffentlichen Führung. Danach laden wir Sie um 15 oder 16 Uhr zu der jeweiligen Veranstaltung ein. „Museum am Sonntag“ ist für Sie kostenfrei, Sie zahlen lediglich den normalen Eintritt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

 

21. MAI: Eröffnung der Sonderausstellung "Reise in die Zukunft" (14 Uhr)

43 Kinder und Jugendliche aus Krefeld haben in den Sommerferien 2016 eine Reise mit der Kunstzeitmaschine gemacht. Sie tauchten ein in 300 Jahre deutsche Auswanderergeschichte, lernten Beweggründe kennen und beschäftigten sich mit den Auswirkungen. Sie machten sich Gedanken über das Leben in Deutschland und über die Zukunft. Anschließend hat jeder seine Zukunft auf Leinwand gemalt.

Die Ausstellung wird mit den jungen Künstlern und der Kunstpädagogin Anna Gebert eröffnet. Die Ausstellung ist bis zum 14.07.2017 im Museum zu besichtigen.

Anschließend wird um 15.30 Uhr eine kostenlose Führung durch die Dauerausstellung angeboten.

Der Eintritt ist frei.

19. MÄRZ: Filmvorführung „Deutsche aus Russland im Dialog mit Religionsvertretern“

Herzliche Einladung zur Filmvorführung „Deutsche aus Russland im Dialog mit Religionsvertretern“

Den Anlass zur Talkrunde über die Religion von Russlanddeutschen waren Berichtserstattungen im Zusammenhang der Demonstrationen Anfang des Jahres 2016. Alexander Kühl, Vorsitzenden der Vereinigung zur Integration der russlanddeutschen Aussiedler e. V. in Neuss, lud Vertreter aus Religions- und Kultureinrichtungen der Aussiedler zu einer Podiumsdiskussion ein, die gefilmt wurde. Beteiligt waren: Pastor Edgar Ludwig Born, Aussiedlerbeauftragte der evangelischen Landeskirche NRW; Dr. Heinrich Derksen, Leiter des Forums der Evangelischen Freikirchen, Monsenier Dr. Alexander Hoffmann, Seelsorgestelle der Gläubigen der Katholischen Kirche; Lydia Bischof, stellvertretende Bundesvorsitzende der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und Antonina Domke, Öffentlichkeitsbeauftragte des Kultur- und Geschichtsvereins e. V. in Soest. Die Moderation führte Anna Dschaak. Filmdauer etwa 80 Minuten.

Filmvorführung: 15 Uhr

Kostenlose öffentliche Führung durch die Dauerausstellung: 14 Uhr

Es gilt der reguläre Museumseintritt.

5. MÄRZ: Filmvorführung „Welche Richtung geht's nach Hause?“

Herzliche Einladung zur Filmvorführung (15 Uhr) und zur öffentlichen Führung im Museum (14 Uhr)

» In ihrem sehr persönlichen ersten langen Dokumentarfilm begleitet Anna Hoffmann die Reise ihres Vaters und ihres Onkels nach Kasachstan und wieder zurück. Nach der Auflösung der Sowjetunion in den 1990er Jahren hatte sich die Familie Hoffmann zur Auswanderung nach Deutschland entschieden. Dabei riss die Diskussion darüber, ob das eine gute Entscheidung war, in den Folgejahren nie ab. Schon während der langen Zugfahrt kreisen die Gespräche wiederholt um das Leben in der deutschen wie der kasachischen Kultur. Vor Ort begegnen die Protagonisten einem veränderten Land und ihrer eigenen Geschichte und stellen sich sehr ehrlich Fragen nach der Heimat und den "eigenen Wurzeln". Anna Hoffmanns dokumentarisches Road-Movie stellt diese Fragen, ohne sie dabei je eindeutig zu beantworten.«

Regie

Anna Hoffmann, die einer Familie deutscher Herkunft entstammte, siedelte im Jahre 1990 - ein Jahr vor der Auflösung der Sowjetunion - aus der Kasachischen SSR in die Bundesrepublik über. Sie studierte ab 2001 ein Jahr Film- und Theaterwissenschaften an der Freien Universität Berlin und absolvierte von 2002 bis 2008 ein Regiestudium an der Filmakademie Baden-Württemberg in der Fachrichtung Dokumentarfilm. Während ihres Studiums war sie 2002 Regieassistentin bei Frank Coraci, 2006 bei Volker Schlöndorff. Anna Hoffmann wurde für ihr Filmschaffen mehrfach ausgezeichnet, so im Jahre 2007 mit dem Kasachischen Filmpreis und 2008 mit dem Russlanddeutschen Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg für ihren Dokumentarfilm Welche Richtung geht's nach Hause, in dem sie Fragen nach der Identität der Russlanddeutschen, ihrer Geschichte und Gegenwart stellt. 2009 wurde sie mit dem Deutschen Kurzfilmpreis für Die Haushaltshilfe gewürdigt. In ihrem dreiteiligen Dokumentarfilm Heirate mich, Deutschland! begleitet sie drei ukrainische Au-pair Mädchen in Deutschland. Der Film wurde 2012 im SWR Fernsehen und im Mai 2014 vom Fernsehsender Phoenix ausgestrahlt. Das Filmdrama Poka - heißt Tschüss auf Russisch ist Anna Hoffmanns erster Spielfilm, bei dem sie Regie führte und das Drehbuch zusammen mit Oliver Haller schrieb. Er wurde im Januar 2014 auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis im Wettbewerb uraufgeführt.

Preise

2007: Kasachischer Filmpreis 2008: Russlanddeutscher Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg 2008: Caligari Förderpreis 2009: Deutscher Kurzfilmpreis 2014: Förderpreis auf dem 24. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern für "Poka – heißt Tschüss auf Russisch” 2014: Preis für den besten Jugendfilm U18 des 24. Festivals des osteuropäischen Films Cottbus für "Poka - heißt Tschüss auf Russisch"

Es gilt der reguläre Museumseintritt.

11. DEZEMBER: Eröffnung der Sonderausstellung „Deportation als Thema in der russlanddeutschen Literatur“ (ab 14 Uhr)

11. DEZEMBER: Eröffnung der Sonderausstellung „Deportation als Thema in der russlanddeutschen Literatur“ (ab 14 Uhr)
Herzliche Einladung zur Eröffnung der Sonderausstellung „Deportation als Thema in der russlanddeutschen Literatur“

Die Deportation ist eine Tatsache in der Geschichte der Russlanddeutschen, die sich in ihrer Identität, Mentalität und Kultur immer wieder wiederspiegelt. So möchte das Museum in der Sonderausstellung ein Dutzend russlanddeutscher Autoren mit ihren Werken präsentieren, die in der Zeit des Schreckens entstanden sind. Trotz des Verbots die alte Heimat in ihren Werken zu erwähnen und Begriffe wie Deportation, Trudarmee, Sondersiedlung nicht zu gebrauchen, verfassten sie ihre Eindrücke und Erfahrungen. Erst nach der Perestroika wurden diese Werke (teilweise) veröffentlicht.

Beginn der Ausstellungseröffnung: 15 Uhr

Kostenlose Führung durch die Dauerausstellung: 14 Uhr

Es gilt der reguläre Museumseintritt.

8. DEZEMBER: Konzert „Ein unbekannter deutscher Komponist aus Russland: Franz Xaver Gebel“, Hoffmeister-Quartett (19 Uhr)

8. DEZEMBER: Konzert „Ein unbekannter deutscher Komponist aus Russland: Franz Xaver Gebel“, Hoffmeister-Quartett (19 Uhr)
Herzliche Einladung zum Konzert „Ein unbekannter deutscher Komponist aus Russland: Franz Xaver Gebel“, Hoffmeister-Quartett

Franz Xaver Gebel (1787 - 1842) stammte aus Schlesien und erfuhr seine musikalische Ausbildung in Breslau und Wien. Nach verschiedenen Tätigkeiten als Kapellmeister in Wien, Pest, Hermannstadt und Lemberg ging er 1817 nach Moskau, wo er als Klavier- und Kompositionslehrer erfolgreich war. Eine Kompositionslehre aus seiner Feder erschien 1842 in russischer Übersetzung – das erste Lehrbuch der musikalischen Komposition in russischer Sprache.

Das Hoffmeister-Quartett, verstärkt durch Patrick Sepec, spielt Gebels Achtes Streichquintett sowie Streichquartette von Anton Ferdinand Titz (einem Petersburger deutschen Komponisten des 18. Jahrhunderts) und Joseph Haydn.

Am 25. November um 10.30 Uhr wurde im Rahmen der Sendung „Treffpunkt Klassik. Neue CDs“ auf SWR 2 deren CD mit Franz Xaver Gebels Streichquintett und der Cello-Sonate vorgestellt. (hier zur Mediathek).

Außerdem finden Sie hier weitere Informationen zum Hoffmeister-Quartett.

Moderation: Klaus Harer, Deutsches Kulturforum östliches Europa, Foto: © Deutsches Kulturforum östliches Europa, Anke Illing, Berlin

Beginn 19 Uhr, Eintritt frei

13. NOVEMBER 2016
Filmpremiere „Wind in meinem Haar. Ferne Heimat Karatau“ mit der Filmautorin und Regisseurin Marina Anselm (14 Uhr)

13. NOVEMBER 2016Filmpremiere „Wind in meinem Haar. Ferne Heimat Karatau“ mit der Filmautorin und Regisseurin Marina Anselm (14 Uhr)
Herzliche Einladung zur Filmvorführung „Wind in meinem Haar. Ferne Heimat Karatau“ mit der Filmautorin und Regisseurin Marina Anselm

Sie will noch einmal das Grab ihres Vaters sehen, noch einmal vor ihrem Haus stehen, noch einmal den Fuß auf die Steppe setzen, die sie vor 25 Jahren verlassen hat. Sie findet einen Ort, der ihr näher ist, als ihr jemals bewusst war. Melitta Anselm reist nach Karatau in Kasachstan. 25 Jahre ist es her, seit sie mit ihrer Familie das damals sowjetische Land verlassen hat und nach Deutschland emigriert ist, in das Land ihrer Vorfahren. Nun fährt sie erstmals zurück.

Marina Anselm ist in Kasachstan geboren, studierte in Deutschland Journalistik und Dokumentarfilm und ist seitdem freie Redakteurin u. a. für „Die Welt“ und für die Peter Prestel Filmproduktion. Der Film „Wind in meinem Haar. Ferne Heimat Karatau“ ist 2016 entstanden und wird nun erstmalig gezeigt.

Beginn des Films: 15 Uhr. Kostenlose Führung: 14 Uhr Es gilt der reguläre Museumseintritt.

9. OKTOBER 2016
Eröffnung der Sonderausstellung „Wolhyniendeutsche in Bildern des Künstlers J. Gorbatschow, Ukraine“ (14 Uhr)

Herzliche Einladung zur Eröffnung der Sonderausstellung „Wolhyniendeutsche in Bildern des Künstlers J. Gorbatschow, Ukraine“

Jurij Gorbatschow-Schröder ist in Bojarka, Ukraine, in einer deutsch-ungarischen Familie geboren. Seine Aquarelle sind in mehreren Museen in der Ukraine ausgestellt. Bekannt geworden ist er über die Bilderserien „Kirchen der Deutschen Kolonisten in der Ukraine“ und „Wolhyniendeutsche“. Schon seit über fünf Jahren ist er Referent beim Rat der Deutschen aus der Ukraine und bildet junge Künstler in Seminaren und Workshops aus.

Diese Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit dem Rat der Deutschen in der Ukraine, der Universität Luzk und der Gesellschaft der Deutschen in Wolhynien entstanden und wird nun in Anwesenheit von Vertretern aus Politik, Kultur und Bildung eröffnet.

Beginn der Ausstellungseröffnung: 14 Uhr.

1. OKTOBER 2016
Literaturfestival: Lesungen von russlanddeutschen Autoren (19 Uhr)

Herzliche Einladung zum Literaturfestival: Lesungen von russlanddeutschen Autoren

Am 28. August jährte sich zum 75. Mal der Jahrestag seit dem berühmtberüchtigten Stalin- Beschluss, der die Zwangsdeportation der Russlanddeutschen aus dem europäischen Teil der UdSSR nach Sibirien und Kasachstan einleitete. Anlässlich dieses Datums findet ein Literaturabend statt. Neben den älteren Autoren, die als Zeitzeugen über ihre Erfahrungen aus dieser Zeit und den Jahren danach berichten, kommen Autoren zur Sprache, die in ihren Werken ihre Integrationserfahrungen in Deutschland verarbeiteten. Mit an Bord sind unter anderem Eleonora Hummel, Artur Rosenstern, Agnes Gossen und weitere Autoren.

Beginn des Literaturabends: 19 Uhr.

3. SEPTEMBER
Konzertlesung von Russlanddeutschen Autoren in Plautdietscher Mundart (19 Uhr)

Herzliche Einladung zur Konzertlesung von Russlanddeutschen Autoren in Plautdietscher Mundart

Die Gruppe von Schreibenden in Plautdietsch wurde vor 10 Jahren gegründet und trifft sich seit dem jedes Jahr zu Seminaren, wo die im niederdeutschen Dialekt geschriebene Gedichte, Erzählungen, Sketsche und Lieder vorgetragen und besprochen werden, aktuelle Veröffentlichungen vorgestellt und an neuen Schreibprojekten gearbeitet wird. Es wird auch über Schreibtechniken und Semantik beraten.

Am Samstag, 3. September treffen sie sich zu einem Tagesseminar im Museum und veranstalten abends eine öffentliche Konzertlesung „Onse Heimat es de Sproak“ statt. Unter den Teilnehmern sind die russlanddeutsche Sängerin Tina Wedel, sowie die Kabarettistin Katharina Fast und Autorin Tatjana Klassner. Dazu kommen u. a. humoristische Gedichte von Peter Martens und Dimitri Neufeld, Lyrik von Elisabeth Zacharias und Agnes Gossen, Lieder von Maria Enns und Ella Deppe, Geschichten von Heinrich Dück. Der Eintritt ist kostenfrei.

Sonntag, 4. September 2016, ab 14 Uhr

Einladung zu kostenlosen Führungen durch die Dauerausstellung „Geschichte und Kultur der Deutschen aus Russland“ – jeweils eine um 14, 15 und 16 Uhr. Es gilt der reguläre Eintrittspreis (Erwachsene 4 €, Kinder/Ermäßigt 2 €/Gruppen p.P. 3 €/ Familie 10 €/MuseumsCard kostenlos).

14. AUGUST
Vortrag „Was bedeutet Deportation in der Geschichte der Russlanddeutschen?“

Herzliche Einladung zum Vortrag „Was bedeutet Deportation in der Geschichte der Russlanddeutschen?“

Es sind nun 75 Jahre her, dass in der Zeit von 1941 bis 1945 über 1,2 Mio Deutsche in der Sowjetunion aus dem europäischen Teil in den Osten, hinter das Ural-Gebirge, deportiert worden sind. Zu diesem Thema wurde in der Sowjetzeit kaum recherchiert und berichtet. Das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte sieht sich verpflichtet daran mit einem Vortrag von Dr. Viktor Krieger,der als erster schon 1989 in der UdSSR darüber einen ersten Artikel veröffentlichte, zu gedenken. Der Vortrag beginnt um 15 Uhr, vorher um 14 Uhr wird eine kostenfreie Führung durch die Ausstellung angeboten.

Dr. Viktor Krieger ist ein mittlerweile bekannter Autor und Referent zur Geschichte der Russlanddeutschen. Er ist 1959 in Kasachstan in einer Wolgadeutschen Familie geboren. Krieger studierte in Novosibirsk und promovierte 1992 in Alma-Aty zur Geschichte der Russlanddeutschen. 1992 siedelte er nach Deutschland um. Als Projektmitarbeiter ist er seit 1999 an der Forschungsstelle für Geschichte und Kultur der Deutschen in Russland an der Universität Heidelberg tätig. Schon seit 1988 erscheinen in der ehemaligen Sowjetunion seine ersten Berichte über die russlanddeutsche Geschichte.

10. JULI
Film „Ethnische Deutsche von Charkiw. Durch die Vergangenheit bis heute“

Herzliche Einladung zum Film „Ethnische Deutsche von Charkiw. Durch die Vergangenheit bis heute“

Der Dokumentarfilm aus dem Jahr 2015 „Ethnische Deutsche von Charkiw. Durch die Vergangenheit bis heute“ auf Initiative des Rates der Deutschen der Ukraine mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums des Innern, durch den Wohltätigkeitsfond „Gesellschaft für Entwicklung“ entstanden. Der Film handelt von den Leistungen der Deutschen in der Stadt Charkiw in den Bereichen Unternehmen, Wissenschaft, Aufklärung, Architektur, Gesundheitswesen, Staatsdienst, Schriftsteller und Künstler. Im Film berichten Zeitzeugen über die stalinistischen Säuberungen und Misshandlungen der Deutschen aus Charkiw im II. Weltkrieg.

Dauer ca. 50 Minuten, Drehbuch: Olga Krawtschenko, Regie: Oleks Micherew, Produzent: Andreas Fuchs). Der Film ist ein Geschenk vom Rat der Deutschen der Ukraine an Heinrich Zertik, MdB und das Museum.

12. JUNI 2016
Vortrag: „Deutsche Mundarten in der Sowjetunion“, Prof. Dr. Nina Berend, Mannheim

Sterben russlanddeutsche Dialekte aus? Zwei Millionen Menschen bedienten sich einst dieser Mundarten, die fast gar nicht mehr in Russland und immer seltener in Deutschland vernommen werden. Umso bedeutsamer sei es, so Nina Berend, jetzt, da es noch möglich ist, diese Dialekte zu dokumentieren. So kann den kommenden Generationen der Russlanddeutschen sowie allen Interessierten, Laien wie Wissenschaftlern die Sprache dieser ehemals blühenden Sprachlandschaft weit außerhalb des geschlossenen deutschen Sprachgebiets erschlossen werden.

Nina Berend, Professorin am Institut für Deutsche Sprache in Mannheim, hat die Entwicklung erforscht und aufgezeichnet. In diesem Vortrag gewährt sie Einblick in die Erforschung der Mundarten und ihrer Entwicklung und liefert eine Übersicht über die wichtigsten Dialekte und ihre Besonderheiten

Beginn des Vortrags: 15:00 Uhr

Kleidung in Russland

 

AB 22. MAI 2016
Sonderausstellung: „Winterkleidung der Russlanddeutschen in der ehemaligen Sowjetunion“

Schnee, Frost und Eis - um den Winter in Russland kreisen zahlreiche Gerüchte. Generell kann man sagen, dass es in weiten Teilen Russlands über drei Monate kalte, lange und schneereiche Winter gibt. Es werden viel Brennstoff, warme Häuser und angemessene Kleidung benötigt, um diese Zeit überleben zu können. Wie sahen nun diese Kleidungsstücke aus? Welche Materialien hielten (und halten) warm, wenn das Thermometer 40 Grad Celsius unter Null anzeigt? Wie und wo wurden sie hergestellt?

Die Sonderausstellung präsentiert die Kleidung, welche die Russlanddeutschen und natürlich auch die anderen Völker Russlands im Winter getragen haben. Sie wird am Internationalen Museumstag, am 22. Mai 2016 um 15 Uhr, eröffnet und ist noch bis zum 31. Juli 2016 zu besichtigen.

Sonderausstellung Winterkleidung

 

10. APRIL 2016
Spielfilm: „Mitten im Sturm“

Der Spielfilm „Mitten im Sturm“ ist eine international produzierte Filmbiografie, die auf der Autobiographie der sowjetischen Journalistin, Publizistin und Hochschullehrerin Jewgenija Semjonowna Ginsburg basiert. Die sowjetische Literaturprofessorin, als Tochter einer jüdischen Apothekerfamilie in Moskau geboren und anschließend mit der Familie nach Kasan übergesiedelt, wird im Zuge der Großen Säuberung fälschlicherweise wegen antisowjetischer Agitation zu zehn Jahren Zwangsarbeit in einem sibirischen Arbeitslager verurteilt. Im Lager verliebt sie sich in den deutschen Lagerarzt Anton Walter.

Leiden und Sterben in den Konzentrationslagern der Nazis wurde im Kino eindrucksvoll thematisiert. Dagegen ist das Schicksal der Menschen in sowjetischen Gulags bislang selten als Leinwandstoff aufgegriffen worden. Das Biopic kam 2011 in die deutschen Kinos

Beginn des Films: 15:00 Uhr

 

13. MÄRZ 2016
Vortrag: „Das Werk von Jakob Wedel“, Dr. Katharina Neufeld, Detmold

In Jakob Wedels Werken faszinieren die Vergegenwärtigungen von Menschen und Tieren aus kirgisischen Erzählungen, Erinnerungen und Beobachtungen ganz beredter Art. Es lassen sich darin Verbindungen zu Mythen, Märchen und Legenden erkennen. Allen bildhauerischen Arbeiten Wedels ist die Tendenz einer möglichst perfekten Ausführung gemeinsam. In der Geschlossenheit der körperlichen Form erweist sich die Tragfähigkeit des klassischen als Prinzip des Einsseins von Form und Sinnen. Es schulte und schärfte sich Wedels Beobachtungsgabe an den Menschen und Schicksalen, die ihm bereits in seiner Kindheit begegneten.

Den Vortrag über die Geschichte und das Leben von Jakob Wedel, der zu den Mitbegründern unseres Museums zählt, wird Dr. Katharina Neufeld halten. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der VHS Lippe-Detmold statt (Beginn des Vortrags: 15 Uhr).

 

AB 14. FEBRUAR 2016
Sonderausstellung: „Theodor Herzen - Deutscher Maler in Kirgisistan“

Das Schaffen von Theodor Herzen wird als vielseitig, ganzheitlich, akademisch und lyrisch dargestellt. Das ist das Schaffen eines überzeugten Realisten, der die Menschen und die Natur liebt, der seine großen Vorgänger verehrt und bestrebt ist, trotz avantgardistischer Prioritäten in der modernen Kunst traditionell weiterzuarbeiten. Seine Arbeiten und sein persönliches Leben senden Botschaften der Verständigung, des Miteinanders, der gegenseitigen Achtung und des Friedens unter den Menschen aus. Sein Leben und Schaffen sind ganz besonders mit Kirgistan verbunden. Seine Liebe zur Kunst und zur Arbeit sowie seine Zielstrebigkeit führten ihn in die erste Reihe der modernen kirgisischen Künstler. Seine Werke sind in vielen Museen und Privatsammlungen in Kirgistan und im Ausland zu finden.

Die Sonderausstellung wird am 14. Februar 2016 um 15 Uhr offiziell eröffnet und ist bis zum 7. Mai 2016 im Museum zu besichtigen.

 

10. JANUAR 2016
Film: „Heimat a. D. – Geschichten der Deutschen aus Kirgisistan“

In Zeiten, in denen sich Kirgisistan neu findet, soll ein Blick auf die ethnische Vielfalt und das Zusammenleben der Nationalitäten in der Region geworfen werden, in der sich die Völker seit Jahrhunderten gegenseitig kulturell inspirierten. Ohne dabei das Leid zu verschweigen, das die Zeiten von 1918 bis 1956 prägte, soll dies am Beispiel der deutschen Minderheit gezeigt werden, die seit über 130 Jahren in Kirigisistan zuhause ist. Konzeption und Realisation des Filmprojektes: Tobias Hülswitt und Gunther Kreis; ein Projekt des Goethe-Instituts Almaty.

Filmbeginn: 15:00 Uhr
Dauer: ca. 40 Minuten

 



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Tel. 05231 92 16 90

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