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Museum am Sonntag - Kulturprogramm

Museum am Sonntag - Kulturprogramm

Bei „Museum am Sonntag“ bietet wir Ihnen ein besonderes Programm an: Lesungen, Filme, Vorträge und andere Veranstaltungen erweitern den Blick auf unsere Ausstellungen. Geschichte der Russlanddeutschen im Kontext der Weltgeschichte, das ist unser Ansatz.

Das diesjährige Programm beschäftigt sich mit den Themen der aktuellen Sonderausstellungen.

„Museum am Sonntag“ findet einmal monatlich sonntags statt. Wir starten um 14 Uhr mit einer öffentlichen Führung. Danach laden wir Sie um 15 oder 16 Uhr zu der jeweiligen Veranstaltung ein. Diese sind für Sie kostenfrei, Sie zahlen lediglich den normalen Eintritt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

 

10. DEZEMBER: Adventssingen mit russlanddeutschen Künstlern (15 Uhr)

10. DEZEMBER: Adventssingen mit russlanddeutschen Künstlern (15 Uhr)
An diesem Abend erwartet Sie ein adventliches Programm. Neben einem Konzert und Mitmachaktionen, sind Sie herzlich eingeladen, sich durch das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte führen zu lassen. Informieren Sie sich gern ab November auf unserer Homepage über die beteiligten Künstler.

Konzert: „Was hat wohl der Esel gedacht“, unter Mitwirkung des Kinderchors des Privaten Musikzentrums Detmold

Was hat wohl der Esel gedacht, in der heiligen Nacht, als er plötzlich die Fremden sah im Stall? So beginnt ein weihnachliches Lied des Kinderchors, das an diesem Abend eine Perspektive auf Weihnachten ermöglichen will, die von Fremdheit, Entbehrung und einem Neubeginn gekennzeichnet ist.

An diesem Konzert wirken der Kinderchor des Privaten Musikzentrums Detmold unter der Leitung von Lydia Penner ebenso mit wie der Geflüchteten-Spielkreis der Evangelischen Freien Gemeinde Detmold-Nord, um das Weihnachtsfest aus Augen der Kinder zu erschließen.

Um 15 Uhr wird eine Führung durch die Dauerausstellung angeboten (im Eintrittspreis enthalten), um 16 Uhr beginnt das Adventssingen.

12. NOVEMBER: Lesung mit der Autorin Viktoria Bolle („Die Brücke nach Hause“) (15 Uhr)

12. NOVEMBER: Lesung mit der Autorin Viktoria Bolle („Die Brücke nach Hause“) (15 Uhr)
In einer deutschen Kolonie des Russischen Reichs geboren, hat der der kleine Junge Johann und seine alleinerziehende Mutter mit vielen Problemen zu kämpfen: Hunger, Armut, Not und Elend. Ein diktatorisches Regime unter der Herrschaft Stalins martert sie fast zu Tode. Sie überleben Zwangskollektivierung, die Deportation nach Zentralasien, die Einberufung Johanns in die Trudarmee, Gefangenschaft, den Zweiten Weltkrieg und schaffen es sich eine neue Existenz in Zentralsien aufzubauen.

Eine bewegende Geschichte, nach einer wahren Begebenheit einer deutschen Familie aus dem russischen Povolzhye.

Um 15 Uhr wird eine Führung durch die Dauerausstellung angeboten (im Eintrittspreis enthalten), um 16 Uhr beginnt die Lesung.

15. OKTOBER: „Nachtigall, o Nachtigall“ – Eine theatralische Videokomposition mit Filmvorführung über Flucht und Vertreibung (Buch und Regie von Boris Schwarzmann) (15 Uhr)

15. OKTOBER: „Nachtigall, o Nachtigall“ – Eine theatralische Videokomposition mit Filmvorführung über Flucht und Vertreibung (Buch und Regie von Boris Schwarzmann) (15 Uhr)
Das interaktive Schauspiel „Nachtigall, o Nachtigall“ ist Theaterstück, musikalische Videokomposition und enger Dialog mit dem Zielpublikum zugleich. Es setzt sich mit dem Thema „Flucht und Vertreibung“ am Beispiel der Deportation der Wolgadeutschen aus ihrem Siedlungsgebiet in der UDSSR auseinander und bietet interessante Episoden der russlanddeutschen Geschichte. Die theatralische Handlung geht hierbei fließend in aussagekräftige Videosequenzen über und mündet in einer interaktiven Diskussion zwischen Schauspielern und Publikum.

Um 15 Uhr wird eine Führung durch die Dauerausstellung angeboten (im Eintrittspreis enthalten), um 16 Uhr das interaktive Schauspiel gezeigt.

17. SEPTEMBER: Zeitzeugenvortrag mit Eduard Ewert über den Umgang mit Christen in kommunistischem Umfeld der Sowjetunion (15 Uhr)

17. SEPTEMBER: Zeitzeugenvortrag mit Eduard Ewert über den Umgang mit Christen in kommunistischem Umfeld der Sowjetunion (15 Uhr)
1762 lädt Zarin Katharina II. Fremde aus dem Ausland zur dauerhaften Ansiedlung in Russland ein. Zu ihren wichtigsten Versprechen gehört die Religionsfreiheit. Im Zuge der russischen Revolutionen 1917 ändert sich diese Einstellung allerdings. In der marxistischen Weltanschauung zum „Opium des Volkes“ herabgesetzt, wird Religion in Russland nach und nach verboten. Ab 1929 dürfen keine Bibeln mehr gedruckt werden. Die Ausübung von Religion wird oft im Geheimen fortgeführt.

Zu einem Symbol des Widerstands wurde eine in der Sowjetunion illegal betriebene Druckmaschine aus den 1970er-Jahren. Sämtlich aus improvisierten Einzelteilen zusammengesetzt, druckten Gläubige, wie Eduard Ewert, mit dieser Maschine hochkonspirativ christliche Literatur. Später fand die Maschine, eingegossen in einem Betonblock, ihren Weg nach Deutschland, um sie vor dem KGB zu verstecken. Das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte ist im Besitz dieser Druckmaschine.

Eduard Ewert wurde aufgrund des illegalen Bibeldrucks Häftling. Er wird uns hineinnehmen in seine Erfahrungen als Christ im repressiven Umfeld der Sowjetunion.

Um 15 Uhr wird eine Führung durch die Dauerausstellung angeboten (im Eintrittspreis enthalten), um 16 Uhr beginnt der Zeitzeugenvortrag.

27. AUGUST: Aussiedlerheim als Transitraum für Spätaussiedler (15 Uhr)

27. AUGUST: Aussiedlerheim als Transitraum für Spätaussiedler (15 Uhr)
Für die Mehrheit der (Spät-)Aussiedler war das Aussiedlerheim die erste Station in Deutschland. An diesem Ort kollidierten Erwartungen und Realität. In diesem Kontext stellt das Projekt das Aussiedlerheim als Transitraum dar. Im Fokus des Projekts steht die Frage, welche Erfahrungen die (Spät-)Aussiedler an diesem besonderen Ort gemacht haben. Inwieweit prägte diese Zwischenstation die Angekommenen und den kulturellen Wandel verschiedener Generationen? Zentrale Gesichtspunkte bei der Untersuchung der Fragestellung sind Alltag, Wohnraum, Sprache sowie das Zusammenleben auf engem Raum. Um die Vielfalt der Erfahrungen im Aussiedlerheim aufzuzeigen, werden diese Fragen in Gesprächen mit Zeitzeugen diskutiert. Ebenso wird die mediale Resonanz dieses Themas anhand von Zeitungsartikeln und Nachrichtenausschnitten aus der Zeit vorgestellt.

Die gesammelten Ergebnisse werden im Rahmen eines Dokumentarfilms zusammengefasst. Der Film wird nun am Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte präsentiert. Initieirt und präsentiert von Studenten der Freien Universität Berlin.

Um 15 Uhr wird eine Führung durch die Dauerausstellung angeboten (im Eintrittspreis enthalten), um 16 Uhr der Film gezeigt.

9. JULI: Film: „Deutsche Spurensuche in Georgien“ (15 Uhr)

9. JULI: Film: „Deutsche Spurensuche in Georgien“ (15 Uhr)
Georgien hat schon früh Deutsche angezogen. Anfang des 19. Jahrhunderts hatten sich die Schwaben dorthin aufgemacht und noch heute existieren Orte wie beispielsweise Katharinenfeld.

Die größte Stadt ist Tiflis mit etwa 1,3 Millionen Menschen. Bis zum Zweiten Weltkrieg war Georgien ein landwirtschaftlich geprägtes Land. Mit der von Josef Stalin verfügten Industrialisierung zogen immer mehr Menschen in die großen Städte. Schon früh zog das transkaukasische Land deutsche Forscher, Wissenschaftler und Künstler an. Alexander I., der Enkel von Katharina der Großen, rief deutsche Kolonisten ins damalige Zarenreich. Sie gründeten die sogenannten "Schwabendörfer" - ihre Bewohner stammten überwiegend aus Baden-Württemberg. In Tiflis lebten unter anderen die Familie Siemens, Friedensnobelpreisträgerin Berta von Suttner sowie Heinrich Scharrer und Adolf Christian Roloff, die den botanischen Garten der Stadt einrichteten.

Um 15 Uhr wird eine Führung durch die Dauerausstellung angeboten, um 16 Uhr der Film gezeigt.

25. JUNI: Filmvorführung "Poka heißt Tschüss auf Russisch" (14 Uhr)

"Poka heißt Tschüss auf Russisch" - so heißt der Spielfilm von Anna Hoffmann. Er zeigt Russlanddeutsche vor und nach der Ausreise in der Wendezeit 1989/90, als die Regisseurin selbst aus Kasachstan nach Deutschland kam. Es ist eine Komödie im Stil der in der Sowjetunion und ihren Folgestaaten populären Rjasnow-Filme, die von den Schwierigkeiten des Ankommens in Deutschland der frühen neunziger Jahre erzählt: von Aufnahmelagern, Turnhallen und falschen Träumen über den "Goldenen Westen" – Integration wird hier aus Perspektive derer dargestellt, die sich einzugliedern haben. Er wurde im Januar 2014 auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis im Wettbewerb uraufgeführt.

Anna Hoffmann siedelte mit ihrer Familie im Jahre 1990 in die Bundesrepublik über, studierte ab 2001 bis 2002 Film- und Theaterwissenschaften an der Freien Universität Berlin und absolvierte von 2002 bis 2008 ein Regiestudium an der Filmakademie Baden-Württemberg. Sie wurde für ihr Filmschaffen mehrfach ausgezeichnet, so im Jahre 2007 mit dem Kasachischen Filmpreis, 2008 mit dem Russlanddeutschen Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg und 2009 mit dem Deutschen Kurzfilmpreis gewürdigt.

Um 14 Uhr wird eine Führung durch die Dauerausstellung angeboten, um 15 Uhr der Film gezeigt.

21. MAI: Eröffnung der Sonderausstellung "Reise in die Zukunft" (14 Uhr)

43 Kinder und Jugendliche aus Krefeld haben in den Sommerferien 2016 eine Reise mit der Kunstzeitmaschine gemacht. Sie tauchten ein in 300 Jahre deutsche Auswanderergeschichte, lernten Beweggründe kennen und beschäftigten sich mit den Auswirkungen. Sie machten sich Gedanken über das Leben in Deutschland und über die Zukunft. Anschließend hat jeder seine Zukunft auf Leinwand gemalt.

Die Ausstellung wird mit den jungen Künstlern und der Kunstpädagogin Anna Gebert eröffnet. Die Ausstellung ist bis zum 14.07.2017 im Museum zu besichtigen.

Anschließend wird um 15.30 Uhr eine kostenlose Führung durch die Dauerausstellung angeboten.

Der Eintritt ist frei.

19. MÄRZ: Filmvorführung „Deutsche aus Russland im Dialog mit Religionsvertretern“

Herzliche Einladung zur Filmvorführung „Deutsche aus Russland im Dialog mit Religionsvertretern“

Den Anlass zur Talkrunde über die Religion von Russlanddeutschen waren Berichtserstattungen im Zusammenhang der Demonstrationen Anfang des Jahres 2016. Alexander Kühl, Vorsitzenden der Vereinigung zur Integration der russlanddeutschen Aussiedler e. V. in Neuss, lud Vertreter aus Religions- und Kultureinrichtungen der Aussiedler zu einer Podiumsdiskussion ein, die gefilmt wurde. Beteiligt waren: Pastor Edgar Ludwig Born, Aussiedlerbeauftragte der evangelischen Landeskirche NRW; Dr. Heinrich Derksen, Leiter des Forums der Evangelischen Freikirchen, Monsenier Dr. Alexander Hoffmann, Seelsorgestelle der Gläubigen der Katholischen Kirche; Lydia Bischof, stellvertretende Bundesvorsitzende der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und Antonina Domke, Öffentlichkeitsbeauftragte des Kultur- und Geschichtsvereins e. V. in Soest. Die Moderation führte Anna Dschaak. Filmdauer etwa 80 Minuten.

Filmvorführung: 15 Uhr

Kostenlose öffentliche Führung durch die Dauerausstellung: 14 Uhr

Es gilt der reguläre Museumseintritt.

5. MÄRZ: Filmvorführung „Welche Richtung geht's nach Hause?“

Herzliche Einladung zur Filmvorführung (15 Uhr) und zur öffentlichen Führung im Museum (14 Uhr)

» In ihrem sehr persönlichen ersten langen Dokumentarfilm begleitet Anna Hoffmann die Reise ihres Vaters und ihres Onkels nach Kasachstan und wieder zurück. Nach der Auflösung der Sowjetunion in den 1990er Jahren hatte sich die Familie Hoffmann zur Auswanderung nach Deutschland entschieden. Dabei riss die Diskussion darüber, ob das eine gute Entscheidung war, in den Folgejahren nie ab. Schon während der langen Zugfahrt kreisen die Gespräche wiederholt um das Leben in der deutschen wie der kasachischen Kultur. Vor Ort begegnen die Protagonisten einem veränderten Land und ihrer eigenen Geschichte und stellen sich sehr ehrlich Fragen nach der Heimat und den "eigenen Wurzeln". Anna Hoffmanns dokumentarisches Road-Movie stellt diese Fragen, ohne sie dabei je eindeutig zu beantworten.«

Regie

Anna Hoffmann, die einer Familie deutscher Herkunft entstammte, siedelte im Jahre 1990 - ein Jahr vor der Auflösung der Sowjetunion - aus der Kasachischen SSR in die Bundesrepublik über. Sie studierte ab 2001 ein Jahr Film- und Theaterwissenschaften an der Freien Universität Berlin und absolvierte von 2002 bis 2008 ein Regiestudium an der Filmakademie Baden-Württemberg in der Fachrichtung Dokumentarfilm. Während ihres Studiums war sie 2002 Regieassistentin bei Frank Coraci, 2006 bei Volker Schlöndorff. Anna Hoffmann wurde für ihr Filmschaffen mehrfach ausgezeichnet, so im Jahre 2007 mit dem Kasachischen Filmpreis und 2008 mit dem Russlanddeutschen Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg für ihren Dokumentarfilm Welche Richtung geht's nach Hause, in dem sie Fragen nach der Identität der Russlanddeutschen, ihrer Geschichte und Gegenwart stellt. 2009 wurde sie mit dem Deutschen Kurzfilmpreis für Die Haushaltshilfe gewürdigt. In ihrem dreiteiligen Dokumentarfilm Heirate mich, Deutschland! begleitet sie drei ukrainische Au-pair Mädchen in Deutschland. Der Film wurde 2012 im SWR Fernsehen und im Mai 2014 vom Fernsehsender Phoenix ausgestrahlt. Das Filmdrama Poka - heißt Tschüss auf Russisch ist Anna Hoffmanns erster Spielfilm, bei dem sie Regie führte und das Drehbuch zusammen mit Oliver Haller schrieb. Er wurde im Januar 2014 auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis im Wettbewerb uraufgeführt.

Preise

2007: Kasachischer Filmpreis 2008: Russlanddeutscher Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg 2008: Caligari Förderpreis 2009: Deutscher Kurzfilmpreis 2014: Förderpreis auf dem 24. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern für "Poka – heißt Tschüss auf Russisch” 2014: Preis für den besten Jugendfilm U18 des 24. Festivals des osteuropäischen Films Cottbus für "Poka - heißt Tschüss auf Russisch"

Es gilt der reguläre Museumseintritt.



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