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Mit Russland waren die Deutschen seit der Kiewer Rus‘ bekannt. Sie kamen hierher um als Baumeister (in Wladimir 12. Jh.), Geistliche (Burchard in Kiew im 11. Jh.), oder Kaufleute tätig zu werden. Wenn die Geistliche auch wenig Erfolg hier hatte, so waren die dynastischen Verbindungen weniger betrüblich, aber ebenso episodenhaft (Fürst Wjatscheslav mit Oda, Nichte von Kaiser Heinrich III). In mehreren Städten wie Nowgorod, Pskov, Archangelsk, Nishnij Nowgorod wurden Gasthöfe – Gostinyj Dvor – gebaut, wo sich die Kaufleute zu Hause fühlten. |
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Der Begriff steht für die früheren Bewohner deutscher Nationalität in den baltischen Staaten. Die Anzahl der Menschen mit deutscher Muttersprache betrug 1897 in den vier baltischen Gouvernements („Baltischen Provinzen“) des Russischen Reiches Estland, Livland, Kurland und Witebsk insgesamt 172.988 Personen. |
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Die Kolonisten oder das bäuerliche Teil der Deutschen in Russland |
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Zwei Gründe waren es, die die russische Regierung bewogen, ausländische Bauern, besonders auch Deutsche, in ihr Land zu rufen: - einmal galt es, weite, unbebaute Gebiete zu kultivieren und der Landwirtschaft zuzuführen;
- andererseits sollten die deutschen Bauern einen Schutzwall gegen asiatische Völker bilden und den russischen Bauern "als Beispiel dienen".
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Unter diesen Umständen bedeuteten die Februarrevolution 1917 und die Garantien der Bürgerrechte durch die Provisorische Regierung für viele Deutsche zunächst einmal die Rettung vor Gefahr an Leib und Leben. Ende Oktober 1917 wurde die Macht von den Bolschewisten erobert. Am 19. Oktober 1918 setzte Lenin seine Unterschrift unter das Dekret über die Errichtung der "Arbeitskommune der Deutschen des Wolgagebiets". Anfang 1924 wurde, Die Republik der Wolgadeutschen mit der Hauptstadt Engels (früher Pokrowsk) gegründet. In der Ukraine wurden im folgenden Jahr aus den deutschen Kolonien fünf Landkreise (Rayons) gebildet, bis 1931 kamen drei hinzu. Innerhalb der Sowjetunion entstanden seit der zwanziger Jahre im Kaukasusgebiet, in Sibirien (vor allem im Altaigebiet) und auf der Krim je ein deutscher Kreis. Außerdem wurden in verschiedenen Regionen des sowjetischen Territoriums in den ganzen 550 deutschen Dörfern mit nationalen Sowjets gezählt, so Hans Hecker (Köln, 1994). |
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Bis zum ersten Weltkrieg sind schätzungsweise 300.000 Deutsche aus Russland ausgewandert – hauptsächlich nach Amerika (Kanada, USA, Brasilien, Argentinien). |
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Quellen und weitere Literatur zum Thema |
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