Museumsverein

Der im Februar 2002 gegründete Museumsverein übernimmt die Trägerfunktion des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte, die bislang vom Christlichen Schulverein Lippe e.V. ausgeübt wurde...

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Ausstellung 2000

Der internationale Museumstag steht unter dem Motto „Tag der offenen Museen im Lipperland“. Die Touristik-Marketing des Kreises Lippe hat in Kooperation mit dem Arbeitskreis Kunst & Kultur im Offenen Forum Tourismus wieder einen Flyer mit dem Programm aller Aktivitäten der Museen in Lippe herausgegeben.

Am 21. Mai 2000 ist Frau Johanna Jenn aus Meppen mit ihrer Wanderausstellung zu Gast im Museum. Die Besucher unseres Museums haben die Möglichkeit, das Schicksal einer Familie durch Zeichnungen einen Laienkünstlerin und Aussiedlerin Johanna Jenn kennen zu lernen. Mehr dazu…

Veröffentlichungen:

  1. Flyer „Sonntag, 21. Mai 2000. Einladung zum Tag der offenen Museen im Lipperland“.
  2. Das Detmolder Museum zur Geschichte der Deutschen in/aus Russland/ Dr. Katharina Neufeld - Im Buch: “Museen in Lippe“/ Burkhard Meier (Hrsg.) - Detmold: Verlag topp+möller, 2000, S. 43-46
  3. Museum zur Geschichte der Deutschen in/aus Russland - Im Gesamtverzeichnis „Museen in Westfalen-Lippe“ - Münster: Ardey-Verlag, 2000, S.48

Meine Wanderwege - so heißt die Ausstellung von J. Jenn. Sie vermittelt auf Tafeln mit Zeichnungen und Begleittexten die Stationen der Wanderung ihrer Familie Federau, beginnend mit ihrer Geburt 1925 in der Ukraine und endend mit der Einwanderung nach Deutschland, wo sie in Meppen ihren Ruhestand genießt. Durch ihr Schicksal hatte sie mit ihrer Familie 15 Mal den Wohnort wechseln müssen. Ihre Lebensstation waren:

  1. 1925 - Hafenstadt- Berdjansk, Ukraine
  2. ca. 1930 - Groß- Fürstental, Nordkaukasus. Die Eltern mußten fort.
  3. 1931 - Deutsch - Russische DRUSAG-Agrarwirtschaft, Nordkaukasus/Kuban.
  4. 1936 - Alma-Ata, Kasachstan. Geflohen vor dem Geheimdienst GPU.
  5. 1938 - Stadt Pjatigorsk, Nordkaukasus, die Familie fuhr nach Vaters Verhaftung dorthin zurück.
  6. 1939 - Dorf Woronzowo- Aleksandrowo, Station Karamyk/Kaukasus. Mutter bekommt eine Arbeitsstelle.
  7. 1941 - der 2. Weltkrieg. Kasachstan, Gebiet Pawlodar /Dorf Otosek. Deportation, Zwangsumsiedlung, Verbannung „auf ewige Zeiten“.
  8. 1942 - Stadt Buguruslan, Gebiet Tschkalow, Russland. Trudarmee (Arbeitskolonne) hinter Stacheldraht.
  9. 1943 - Station Pochwistnewo, Gebiet Kuibyschew, ebenfalls Arbeitslager (verlegt)
  10. 1947 - Station Tschu, Gebiet Dshambul, Kasachstan - Flucht mit den kleinen Geschwistern nach Mutters Tod
  11. 1947-1952 -  Kokterek, genannt einfach als 96. km. Verbannung in den Saksaulwald wegen der Flucht aus der Trudarmee
  12. 1952-1956 - noch weiter in den Wald verbannt, der 156. km. Noch unter der Kommandantur.
  13. 1956- Stadt Tschu - Kasachstan. Die Deutschen werden von der Kommandantur befreit, dürfen aber nicht in die alten Siedlungsgebiete zurück.
  14. Juni 1992- DEUTSCHLAND - Emsland, Niedersachsen/Dorf Groß Hesepe.
  15. Ab 1994 - Meppen - Hemsen
 

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