Museumsverein
Der im Februar 2002 gegründete Museumsverein übernimmt die Trägerfunktion des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte, die bislang vom Christlichen Schulverein Lippe e.V. ausgeübt wurde...
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Ausstellung 2002 Trachten der Alt-Kolonier aus Bolivien. Mann und Frau, Sonntagskleidung (Wohnort: Bolivien, Mexiko, Belize), hier: Bolivien. Alltagskleidung für Mann, verheiratet): Sommerhut (landesüblicher Cowboyhut), Jenshose, langärmeliges Hemd. Alltagskleidung (junger Mann, unverheiratet) sind ein Sommerhut (Cowboyhut, mit Federchen), Jenshose, Hemd mit Druckknöpfen. Sonntagskleidung für eine Frau, verheiratet): Schwarze Haube aus Spitzenstoff, Kleid mit vorgearbeitetem Brustteil, helles geblümtes Schultertuch, darüber Schürze, weiße Strümpfe. Sonntagskleidung für eine junge Frau, unverheiratet: Großer Strohhut, Sommerkleid mit Druckknöpfen auf der Schulter, Schmuckschürze, Schultertuch mit lebhaften Farben .
 Trachten der Alt-Kolonier aus Bolivien. Mann und Frau, Sonntagskleidung (Wohnort: Bolivien, Mexiko, Belize), hier: Bolivien. Alltagskleidung für Mann, verheiratet): Sommerhut (landesüblicher Cowboyhut), Jenshose, langärmeliges Hemd. Alltagskleidung (junger Mann, unverheiratet) sind ein Sommerhut (Cowboyhut, mit Federchen), Jenshose, Hemd mit Druckknöpfen. Sonntagskleidung für eine Frau, verheiratet): Schwarze Haube aus Spitzenstoff, Kleid mit vorgearbeitetem Brustteil, helles geblümtes Schultertuch, darüber Schürze, weiße Strümpfe. Sonntagskleidung für eine junge Frau, unverheiratet: Großer Strohhut, Sommerkleid mit Druckknöpfen auf der Schulter, Schmuckschürze, Schultertuch mit lebhaften Farben .
 Die Trachten der Mennoniten der Lancaster-Conferenz, USA
 Fuhrmenisten. Tracht der "Fuhrmenisten" (USA, Groffdale-Conference): Sonntagskleidung (Männer) - Leichter Sommerhut (Winter - Filzhüte), Jacke, genannt "Mutze" mit Knöpfen und Stehkragen, aber ohne Taschen, Weste mit Taschen, Hosenträger, Hose mit "Barndoor"-Latz, schwarze Strümpfe.
 Amische Trachten. Amische Tracht (USA) - hier: INDIANA Sonntagskleidung (Mann, verheiratet) - Aus dunkelblauem Wollstoff (Schneiderarbeit mit Innenlabel), breitkrempiger schwarzer Filzhut mit rundem Kopf, Jacke, genannt "Mütze" dazu eine Weste, mit Haken und Ösen, taschenloses Hemd mit Druckknöpfen, Hose mit "Barndoor"-Latz, Hosenträger. Sonntagskleidung (Junge) - Großer Filzhut mit breiter Krempe und rundem Kopf, Hemd ohne Taschen, knöchellange schwarze Hose mit angearbeiteten Trägern aus Stoff
 Amische Trachten. Amische Tracht (USA) - hier: INDIANA Sonntagskleidung (Mann, verheiratet) - Aus dunkelblauem Wollstoff (Schneiderarbeit mit Innenlabel), breitkrempiger schwarzer Filzhut mit rundem Kopf, Jacke, genannt "Mütze" dazu eine Weste, mit Haken und Ösen, taschenloses Hemd mit Druckknöpfen, Hose mit "Barndoor"-Latz, Hosenträger. Sonntagskleidung (Junge) - Großer Filzhut mit breiter Krempe und rundem Kopf, Hemd ohne Taschen, knöchellange schwarze Hose mit angearbeiteten Trägern aus Stoff
 Hochzeitstracht, nachgenäht nach dem Foto von 1914. Der Bräutigam hatte einen schwarzen Sakko, oft mit Weste. Der Umschlagkrage hat einen kleinen Ausschnitt, das Hemd und die Fliege waren weiß. Auf der Brust an der linken Seite ist ein Kränzchen mit eine Schleife angemacht - ein Zeichen des Junges (nicht Mannes). Das Brautkleid ist nach Beobachtung, seit Anfang 20er Jahrhundert, immer weiß (früher - schwarz) gewesen, der Rock sehr fein gefaltet und lang. Der Ausschnitt ist nicht groß, ganz nah am Hals. Die Ärmel sind oben Puffig und unten mit faltige Manschette verziert. Der Schleier ist weiß und sehr lang, liegt auf dem Boden. Der Kranz besteht aus weißen Beeren und Grünes. Angefertigt von Frau Osthoff-Brandmeyer aus Warendorf, Porzelangeschäft, 2002.
 Oma in der russlanddeutschen Mennonitentracht Anfangs 20er Jahrhundert. Alltagskleidung. Ein langer Rock aus Schwarzem Lein oder anderen Stoff, mit eine schwarze Halbschürze. Die Schürze musste auch lang sein und so breit, daß die Seitennähten vom Rock bedeckt sind. Die Bluse war auch sehr typisch für die russisch-ukrainische Bevölkerung: Dukleblauer Stoff, kurzer Schnitt mit einen Gummigürtel in der Taille, mit einem Stehkragen, der einen weißen Unterkragen hat. Die Ärmel sind sehr breit oben - "puffig". Auf dem Kopf, dem Haarknoten, ein Häubchen, wie ein Hut, die Ohren - offen. Die Puppe - eine Schweizerische Puppe - ist von Katharina Dück angefertigt, die Trachten auch von sie nachgenäht von dem Foto seiner Oma.
 Eine Alltagskleidung für Frauen in Russland, Südural, im Dorf, 70er-80er Jahren des 20. Jahrhundert. Ein Kittel aus Flanelle, bunt, wurde immer für die Arbeiten im Stahl benutzt. Er wurde über dem Alltagskleid getragen und nach der Arbeit ausgezogen, so daß die Kleider dann nicht so schnell verschmutzten auch nicht dem Stahlgeruch stark mitnahmen. Der Kittel war in der Winterzeit im Stahl, oder am frühen Morgen im Herbst und Frühling draußen, auch eine angenehme warme Bekleidung, in die man schnell einschlupfen und auch wieder schnell abziehen konnte. Das Tuch war auch ein selbstverständlicher Teil der Arbeitsbekleidung: ein dickeres im Winter, Herbst und Frühling, und ein leichtes im Sommer (hier ein dickeres, gekauftes). Die Schuhe wurden Galoschen genannt. Sie wurden auch im Südural - baschkirische Galoschen genannt, wahrscheinlich weil die baschkirischen Frauen die in jede Jahreszeit trugen, auch über ihre Stiefeln im Winter. Diese Schuhe waren aus Gummi und sorgten dafür, daß die Füße nicht naß und schmutzig wurden.
 Sonntagskleidung für Frauen in Russland mit die sie auch nach Deutschland gekommen sind. Oberkleid schwarz ohne Ärmeln - ist für eine Bluse unten geeignet. Die Bluse ist aus dunkelblauen Wollstoff, hat lange Ärmel mit Manschetten, vorne ein Knopfverschluß und ein Schallkragen. Über die Schulter wurde oft ein Puchtuch getragen, der aus orenburgischen weißen Ziegen Flaumhaaren gehäkelt ist.
 Ein typisches Sonntagskleid für Frauen in Russland 80er - 90er Jahren. Es hat einen einfachen einteiligen Schnitt, ohne Kragen, mit einem Y-Halsausschnit verziert mit eine schlichte Brosche. Über den Schultern wurde oft, besonders in den kalten Zeiten, ein Puchtuch getragen.
 Sonntagskleid für mennonitische Frau in Russland, Neu-Samara, Anfang 20er Jh. Ein Kleid aus der Kollektion von Lina Unrau, die das Kleid aus Erinnerungen von ihre Oma, Barbara Unrau, nachgenäht hatte. Es wurde am Anfang 20er Jahrhundert getragen in Neu-Samara, Klinok und Pleschanowo so getragen. Farbe schlicht, eintönig, ein breiter Gürtel aus dem selben Stoff. Vorne Verschluß mit Knopfe.
 Sonntagskleid für mennonitische Frau in Ufa, Russland, Anfang des 20e Jh., von Frieda Klassen nachgenäht. Es gehörte zu der Tracht des Anfang 20er Jahrhunderts. Mit einen Stehkragen und Schulterteil, der gefältelt ist. Verschluß mit Knöpfe. Die Ärmel sind "puffig" gemacht. Das Obere Teil ist getrennt vom Rock. Farbe schwarz. Die Schürze war nicht mehr halb, sondern eine Ganzschürze und mit einen Band an der Rückseite zugebunden. Vorne eine Tasche an der rechten Seite. Oben einige Säumen und unten am Rock sind Rüsche angenäht aus dem selben Stoff.
 Sonntagskleidung für wolgadeutsche Frau, Anfang 20. Jahrhundert: Bluse und Rock. Die Bluse aus weißer Seide mit Verschluß vorne. Das Vorderteil ist gefaltet. Mit Kragen und Schulter. Die Ärmel sind aufgehoben und haben eine breite Manschette in der Mitte und eine kleine Manschette unten, mit Knopfverschluß. Der Rock ist aus hellem Stoff mit breitem angenähtem Gürtel. Mit Seitenverschluß und besteht aus sechs Rockteilen. Vorne ist das Rockteil mit einen Band und in zwei Reihen mit fünf Knöpfen mit Schleifen, aus dem selben Stoff, verziert.
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