Exponat 2002 - TischdeckeTischdecke, gehäkelt. Die Ränder geschmückt mit Fransen, die aus gleichlangen Garnstücken gebunden und befestigt wurden. Die Tischdecke wurde zu Sonn- und Feiertagen auf den Tisch gedeckt – ein Zeichen der Feinheit, Sauberkeit (sie war fast immer weiß und gestärkt). Sie war der besonderer Stolz der Hausfrau, die ein solches Kunstwerk selber fertigen konnte. Häufig gab es auch mit gleichem Muster gehäkelte Gardinen, Spitzen für Bettdecken und Kissenbezüge. Die ganze Garnitur wurde am Sonntag morgens, vor der Andacht, aufgehängt oder bezogen, damit das Zimmer eine besonders feierliche Ausstrahlung bekam. Gehäkelt von Sarah Neufeld, geb. Stobbe, ca. 1956, Gebiet Orenburg, Ansiedlung Neu-Samara. Kollektion des Museums, Inv.-Nr.2002/122; 180 x 150 cm
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