Samuel Christopher Kontenius (1748/49/50 - 1830) Samuel Christian Kontenius (1748-1830), Staatsrat. Seit 1773 Hauslehrer in Russland, Postmeister, Militärdienst. Ab 1795 als Beamter des Senats kam er zur Inspektion der Kolonisten in Südrussland. 1800 ist er als Hauptrichter der Vormundschaftskontors in Neurussland eingestellt. Dank Kontenius und den Kolonisten hat man in Russland Obst, Seiden und Wein angebaut und Schafzucht weiter entwickelt. Sein Geburtsdatum ist nicht festgestellt. Nach einigen Angaben wurde er 1749 in Westfalen geboren und war im 81. Jahrgang gestorben. Nach Erinnerungen war er Sohn eines Pastors. Nach dem Volksmunde war sein Leben in Deutschland bis seine Ausreise nach Russland voll Geheimnisse. Es wurde behauptet, daß er von eine Anständige Familie abstammte, aber darüber hatte er sich nie geäußert. Er hatte Philologie studiert in einer Uni in Deutschland. Von 25 Jahre ging er nach Russland, um hier als Hauslehrer zu arbeiten. Ab 1785 hat er den Dienst begonnen. Er war Postmeister in Simpferopol bis 1788, dann im Militärdienst als Proviantmeister. Seit 1793 Sekund-Major. Nach 1795 im Senat tätig. Seine Aufgaben wechseln sich ständig, bis er 1798 nicht als Inspekteur nach Neurussland beauftragt wurde, um da die Kolonien der Ausländer zu besichtigen. Nach seiner Reise machte er einen ausführlichen Bericht für die Wirtschaftsexpedition und auf Grund dieser entstand später ein Bericht vom Senat an den Kaiser, der zur einen Vormundschaftskontor in Neurussland vorbereitete. Dieser Bericht wurde vom Kaiser 1800 bestätigt und Kontenius wurde Hauptrichter im Kontor bis 1818. Samuil Christianowitsch Kontenius ob inostrannoj kolonizacii Jushnoj Ukrainy. Sammlung von Dokumenten 1801-1829 - Odessa: Astroprint, 2003 1818 wurde er nach seinem eigenen Willen gekündigt. Aber 1819 wieder im Dienst aufgenommen im Kontor und da verblieb er bis sein Tod. Beerdigt wurde er in Josephstal bei Jekaterinoslaw. Er hatte den größten Schub von Deutschen Kolonisten ab 1803 im Schwarzmeer aufgenommen. In diesen Jahre wurde über 80 deutsche Ansiedlungen angelegt. Nach seinen Anweisungen wurden in den Kolonien Obstgärten, Seide- und Schafzucht, sowie Traubenplantagen. 1818 wurde er von dem Kaiser Alexander I. mit einem Orden St. Anna ersten Grades ausgezeichnet. Er war der zweiter nach dem berühmten russischen Historiker N. Karamzin, der so einen Orden verdiente. Nemzy Ukrainy/ Institut für Ukraine und Deutschlandforschungen der Universität Dnjepropetrovsk - Moskwa: 2002, S. 109
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