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Infomaterial zu der Ausstellung „Russlands berühmte Deutsche“ 21.05.06 Iogann von Iogann Höhn (1854-1938) Wenn man den deutschen Beitrag zur Industrialisierung Rußlands betrachtet, so darf man nicht den größten Odessaer Fabrikant Iogann I. Höhn vergessen, der eine hervorragende Rolle im Aufbau eines landwirtschaftlichen Betrieben Rußlands besaß. Sein Großvater Georg Höhn kam 1817 nach Karlstal bei Odessa aus Rosenfeld, Württemberg. Er hatte 6 Kinder und war Schlosser von Beruf. 1842 komm sein Sohn Iogann nach Hofnungstal bei Odessa.1854 öffnete er eine Werkstatt/Schlosserei. Er konzentrierte die Leistungen auf die einscharre hölzerne Pflüge, die aber nicht viel Gewinn erbrachten. 1854 wird sein zukünftiger Nachfolger Iogann geboren. Sein hölzerner Pflug verwandelt er mit einen eisernen, so das er stabiler wird und eine richtige Arbeitsfläche erhält. So entstand ein „Kolonistenpflug“. Dieser fand einen breiten Verkauf auf dem Markt. Höhn verlegt 1866 seine Werkstatt nach Odessa. 1880 wurden 450 Pflüge vom Höhn Betrieb produziert. Ab dieser Zeit wird der jüngste Sohn Iogann Höhn der Nachfolger vom Betrieb. Iogann jun. modernisiert den Pflug und bekommt 1881 für den „neurussischen“ Pflug eine Medaille auf der Messe in Odessa. Das Gelände der Fabrik wird vergrößert und mit modernster Technik ausgerüstet. 1888 waren hier nur 90 Schmiedearbeiter tätig. Die ärztliche Behandlungen für die Arbeiter wurden vom Besitzer übernommen. Der Arbeitstag dauerte 10,5 Stunden. Der Tagelohn erreichte 1-3 Rubel. 1889 wurden schon 4.120 Pflüge verkauft. Außer Pflüge wurden auch Putzmaschinen produziert. In Tiflis und Kischinew bekamen die Pflüge goldene Medaille. Im Wettbewerb mit anderen Firmen kam Höhn sehr gut mit. 1898-1902 waren es schon 36.000 Pflügen und bis 3 000 andere landwirtschaftliche Maschinen pro Jahr. 1904 - 80.000 Stück Damit wird der Betrieb in diesem Profil einer von den größten in Russland. Es war ein wesentlicher Beitrag zur Modernisierung Rußlands im technischen Aufbau der Landwirtschaft. 1904 wird Iogann Höhn für seine 25jährliche Tätigkeit im Bereich Unternehmen von Nikolaus II. zum Ehrenbürger Odessa eingestuft. Seit 1907 wird aus dem Betrieb eine AG mit Grundkapital von 3. Ml. Rubel. Höhn wurde der Verwalter dieser AG. 1911 waren hier schon 1.200 Arbeiter tätig, die 80.000 Pflüge und 43.500 andere Maschinen pro Jahr produzierten. Diese waren von beste Qualität und auf dem Innen- und Außenmarkt sehr gefragt. Die Produktion schwankt seit 1914. Die Produktion von landwirtschaftliche Technik wird stillgelegt und anstatt diese wurden Geschosse gemacht. 1915-1916 waren die letzte Jahren, wo der Betrieb noch mit Gewinn leistete. Seit 1917 wurde er sozialisiert und ging langsam platte und bis Februar 1918 war er geschlossen. Im April 1918 beschloss Iogann Höhn Odessa zu verlassen. Er hatte hier ein schönes Haus, wo er mit seiner Familie: Frau Luise, Söhne Wilhelm, Alexander, Rudolf, Töchter Emma, Hermina. Er siedelt nach Deutschland um, aber kehrt später nach Bessarabien zurück. Er ist wieder voll von Aufbau einer Landmaschinenfabrik besessen. Aber seine Pläne wurden nicht wahr. 11. September 1938 starb er im Alter von 84 Jahren. Seine Betriebe in Odessa waren verstaatlicht und erhielten den Namen I. und II. Staatsbetriebe. Später bekamen die den Namen der Oktoberrevolution. Über seine Nachkömmlinge ist nichts bekannt. Übersetzt von K. Neufeld, aus: Odesskije Nemzy 1803-1920 / E. G. Plesskaja-Seibold - Odessa: TES, 1999, s. 94-107
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