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Antrittsbesuch des neuen NRW-Aussiedlerbeauftragten

Das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte empfing den Aussiedlerbeauftragten der Landesregierung NRW. Zentraler Teil des Programms war das Kennenlernen und die Erörterung der weiteren Entwicklung des Museums.
 
Heiko Hendriks ist seit Februar 2018 von der Landesregierung bestellter Aussiedlerbeauftragte und kam nun gemeinsam mit Valeria Diewald, der Geschäftsführerin des Landesbeirats NRW, und dem zuständigen wissenschaftlichen Leiter am Ministerium für Kultur und Wissenschaft, Prof. Dr. Hans-Ulrich Baumgarten zum Antrittsbesuch an das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte. Neben einem inhaltlichen Austausch zur Geschichte der Deutschen aus Russland standen auch konzeptionelle Planungsgespräche an.
 
Einem straffen Zeitplan folgend begrüßte Museumsleiter Kornelius Ens die Delegation aus Düsseldorf und übergab Dr. Katharina Neufeld, langjährige Leiterin des Museums, das Wort, die die Gäste durch die Ausstellung führte und so die Migrationsgeschichte der Russlanddeutschen vorstellte. Sie betonte, dass der Auftrag des Museums einerseits darin bestehe, die Mehrheitsgesellschaft über diese Gruppe aufzuklären und der russlanddeutschen Community ihre eigene Geschichte zu erzählen. Die Repressalien und Verfolgungen der Sowjetzeit haben dazu geführt, dass die Schließung der deutschen Schulen und die Vernichtung sämtlicher deutscher Literatur u. a. die Vermittlung der eigenen Geschichte verhindert haben. Heiko Hendricks konnte dieses Anliegen sehr gut nachvollziehen und formuliert seinen Eindruck vom Museum folgendermaßen: „Angesichts der ca. 700.000 Deutschen aus Russland in NRW und die aktuell wieder steigende Zahl der Aussiedler, ist die Aufarbeitung und Darstellung der Geschichte und Kultur dieser Gruppe sehr wichtig.“ Für die konzeptionelle Weiterentwicklung des Museums empfahl Prof. Dr. Hans-Ulrich Baumgarten, sich stärker in der Forschung und Bildung zu engagieren. Diese Schwerpunkte garantieren die Bedeutsamkeit des Museums für die Gesellschaft.
 
Die nordrhein-westfälische Landesregierung hatte Heiko Hendriks zum Beauftragten für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern berufen und ihm zugleich den Vorsitz des Landesbeirats für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen angetragen, zu dem auch Kornelius Ens berufen wurde. Deutsche Heimatvertriebene, Flüchtlinge und Übersiedler aus der damaligen DDR, Aussiedler und Spätaussiedler engagieren sich auf vielfältige Art und Weise in Nordrhein-Westfalen. Dies möchte die Landesregierung besonders würdigen – und zugleich auch die Erinnerung an Flucht und Vertreibung wachhalten.  Bereits seit 1948 gibt es in Nordrhein-Westfalen den Landesbeirat für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen. Er berät die Landesregierung und vertritt die Interessen der Vertriebenen, Flüchtlinge und Spätaussiedlerinnen oder Spätaussiedler in der Öffentlichkeit. Die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen bisher vor allem in den Bereichen der Aufnahme und Unterbringung sowie der sprachlichen, schulischen, sozialen und gesellschaftlichen Eingliederung dieser Gruppe.
 
 
     

 

 



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Museum für
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Tel. 05231 92 16 90

Georgstraße 24
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