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"In meinen Adern fließt kasachischer Tee"

Filmpräsentation im Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte Detmold

 

Im Rahmen der Integrationswoche des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Lippe präsentierte das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Kooperation mit dem Kulturreferat für Russlanddeutsche den österreichischen Dokumentarfilm „In meinen Adern fließt kasachischer Tee“ von Hermann Peseckas. In Anwesenheit des Co-Regisseurs Jurij Diez sahen die Zuschauer eine unterhaltsame und an dramatischen Wenden reichhaltige Dokumentation über eine lebensfreudige Aussiedlerfamilie im tiefsten Bayern.

Zum wiederholten Mal versucht die Familie Diez eine Heimat zu finden. Während der eine Sohn stetig an seiner Schauspielerkariere arbeitet, feilt der jüngste Spross der Familie an seinem Wirtschaftsimperium aus Restpostenangeboten. Zu den Herausforderungen des Lebens gehört aber auch, dass der Vater als erfahrener Eisenbahner anstatt Wagons nun Einkaufswägen im örtlichen Supermarkt schieben muss, und dass das mit viel Mühe erbaute Eigenheim in der Einflugschneise des Salzburger Flughafens bei der verheerenden Flut von 2014 völlig untergeht. Das meistern die Diez‘ jedoch mit so viel Humor und Zuversicht, dass es Freude macht ihnen beim Zusammenleben zuzusehen. Die freien Dialoge könnten aus der Feder eines Dramaturgen stammen und die Charaktere sind bunter als mancher erdachten Fernsehfamilien.

Die 2014 fertiggestellte Produktion erfreute sich bisher insbesondere in Österreich einer großen Resonanz, so der Co-Autor. Aus seiner Sicht faszinierte das alpenländische Publikum das Thema der Aussiedlerzuwanderung nach Deutschland, da dieses Thema dort im öffentlichen Bewusstsein keine Rolle spielt. So bescherte ein unvoreingenommener Blick des dortigen Publikums großes Zuschauervergnügen und Interesse an dem Thema, was in Deutschland bei diesem Thema nicht immer möglich ist. Außerdem würde es in der deutschen Öffentlichkeit stark an Beiträgen fehlen, die eine Möglichkeit bieten würden, sich mit diesem gesellschaftsrelevanten Thema zu beschäftigen.

Die nächste Veranstaltung des Kulturreferats für Russlanddeutsche findet am 21. Oktober statt. Um 16 Uhr wird die Premiere des Films „Der weite Weg zurück - Eine Zeitreise mit dem Russland-Deutschen Theater“ des Kölner Regisseurs Alexej Getmann präsentiert. Die Veranstaltung ist kostenlos und schließt an eine gebührenfreie öffentliche Führung an.



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Museum für
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Tel. 05231 92 16 90

Georgstraße 24
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