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22. AUGUST

Ausstellungseröffnung: "Fromme und tüchtige Leute ..." (15 Uhr)

Ausstellungseröffnung und Filmpräsentation

Bessarabien gehört heute teils zur Ukraine, teils zur Republik Moldau. Diese Region ist gegenwärtig im Fokus der internationalen Aufmerksamkeit. In beiden Ländern stößt die Wiederentdeckung der verschütteten Geschichte, darunter auch die der deutschen Minderheit, auf großes Interesse.

Im Jahr 1812 lud Zar Alexander I. deutsche Siedler ein, sich in Bessarabien niederzulassen, und versprach ihnen Land und Freiheitsrechte. Die Einwanderer stammten überwiegend aus Südwestdeutschland und aus Preußen. Im Laufe ihrer 125-jährigen Siedlungsgeschichte entwickelten die Deutschen hier ein prosperierendes Gemeinwesen, das durch lokale Autonomie und eine religiös-pietistisch grundierte Ethik geprägt war. Als kleine Minderheit in einer bunten Vielfalt ethnischer und religiöser Gemeinschaften lebten sie mit Moldauern, Russen, Ukrainern, Bulgaren, Juden und anderen Gruppen in friedlicher Nachbarschaft. Während des Ersten Weltkrieges entgingen sie nur knapp der Deportation nach Sibirien. 1918 kam Bessarabien unter rumänische Oberhoheit. 1940 wurden, als Folge des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes (»Molotow-Ribbentrop-Pakt« 1939), 93 500 Deutsche aus Bessarabien ausgesiedelt und 1941/42 größtenteils im besetzten Polen angesiedelt. Anfang 1945 mussten sie flüchten und sich im geteilten Deutschland eine neue Existenz schaffen.

14 Uhr Öffentliche Führung (um Anmeldung wird gebeten)

15 Uhr Eröffnung der Ausstellung

Grußworte (Kornelius Ens, Direktor des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte, Egon Sprecher, stellv. Vorsitzender des Bessarabiendeutschen Vereins e.V.)

Buchvorstellung und Einführung in die Ausstellung (PD Dr. Ute Schmidt, Freie Universität Berlin)

Filmpräsentation: Péter Forgács, "Exodus auf der Donau", Dokumentarfilm 1999, 60 Min.

17.30 Uhr Öffentliche Führung (um Anmeldung wird gebeten)

Die Ausstellung ist noch bis zum 19. September im Museum zu besichtigen.

Nähre Informationen zum Programm, Format und Teilnahme:
https://www.russlanddeutsche.de/images/PDF-Dateien/Ausstellung_Fromme-und-tuechtige-Leute.pdf

3. SEPTEMBER

"Wir selbst" - sagenumwoben und lange verschollen: Gerhard Sawatzkys großer Gesellschaftsroman (19 Uhr)

Romanpräsentation mit dem Herausgeber Carsten Gansel

Kaum einem anderen Werk eines russlanddeutschen Autors wurde über Jahrzehnte so viel Bedeutung und Tragweite beigemessen als diesem Roman, wobei er der breiten Leserschaft nur vom Hörensagen bekannt war. In der wolgadeutschen Presse von groß angekündigt und teilweise in Auszügen präsentiert, wurde das Werk über die Etablierung des Sozialismus in der Wolgarepublik im Terrorjahr 1938 kurz vor dem Druck verboten und zerstört.

Gleichzeitig verschickte man Sawatzky in den GULAG, wo er unter bis heute ungeklärten Umständen 1944 verstarb.

Nun wurde der Roman von Carsten Gansel neuentdeckt und zum ersten Mal in seiner Originalfassung veröffentlicht. Der Gießener Literaturprofessors wird den Roman vorstellen und über seine Recherche zu Gerhard Sawatzky und seine Zeit sprechen.

Beginn: 19 Uhr

Preis: € 5,00

Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wir bitten um Anmeldung

24. - 27. SEPTEMBER

Dokumentartheater: Gesalzene Wassermelonen

Künstlergruppe "Das letzte Kleinod"

In echten Güterwagons erzählt die Theatergruppe Das Letzte Kleinod über das dunkelste Kapitel russlanddeutscher Geschichte. Der Autor und Regisseur Jens-Erwin Siemssen reiste nach Kasachstan und interviewte dort Zeitzeugen von Zwangsumsiedlung, Arbeitslagern und dem Neubeginn in der Fremde. Die Lebenswege dieser Menschen wurden nun schauspielerisch in Szene gesetzt.

Das Letzte Kleinod zeichnet sich durch Inszenierungen an ungewöhnlichen Orten aus. Dabei bedient sich die Gruppe der Mittel des dokumentarischen Theaters, wonach Interviews zur textlichen Grundlage der Stücke gelegt werden.

Gesalzene Wassermelonen entstand 2018 in Kooperation mit dem Deutschen Theater Almaty. Nach der erfolgreichen Theatertournee durch Kasachstan, Usbekistan und Russland wird das Projekt mit Unterstützung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Detmold, Bildstörung Strassentheaterfestival Detmold, dem Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte und dem Kulturreferat für Russlanddeutsche in Detmold präsentiert.

Jeweils nach der Vorstellung wird den Besuchern eine thematische Führung im Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte zum Thema Deutsche in Kasachstan angeboten.

Nähere und aktuelle Informationen zu Besuchsbedingungen, Durchführungsort und Uhrzeit zeitnah unter: www.bildstoerung.net oder unter 05231-921694.

Termine:
24.09.: 19.30 Uhr
25.09.: 19.30 Uhr
26.09.: 11.00 Uhr + 19.30 Uhr
24.09.: 11.00 Uhr + 19.30 Uhr

Tickets:
10 € und 5 € (ermäßigt) zzgl. System- und Vorverkaufsgebühren erhältlich bei allen bekannten Vorverkaufsstellen und Online bei AD Ticket.

13.- 14. OKTOBER

Kulturhistorisches Seminar

Vermittlung des russlanddeutschen Kulturerbes im internationalen Kontext

Wie entstehen öffentlichkeitsrelevante und wissenschaftlich basierte Projekte zu Themen der russlanddeutschen Minderheit oder den (Spät-)Aussiedlern in Deutschland? Welche Möglichkeiten der internationalen Zusammenarbeit in akademischen, zivilgesellschaftlichen oder kulturellen Formaten bietet dieses gemeinsame Kulturerbe? In dem internationalen Kolloquium stellen Wissenschaftler, Kulturschaffende sowie Vertreter der Zivilgesellschaft aus Deutschland und der Russischen Föderation ihre neuesten Projekte vor und tauschen sich über aktuelle Methoden in der Vermittlungspraxis aus.

Dieses praxisorientierte Angebot richtet sich insbesondere an Studierende, junge Wissenschaftler sowie Kultur- und Bürgerinitiativen mit Schwerpunkten in der internationalen Zusammenarbeit, dem deutschen Kulturerbe in postsowjetischen Staaten und kulturellen Bildung.

Nähre Informationen zum Programm, Format und Teilnahme:
http://www.kulturreferat.rusdeutsch.ru/de/

Ein Projekt des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur und dem Kulturreferat für Russlanddeutsche, in Kooperation mit dem Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte, der Internationalen Assoziation zur Erforschung der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen, dem Institut für Ethnokulturelle Bildung – BiZ sowie dem Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland.



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Museum für
russlanddeutsche
Kulturgeschichte

Tel. 05231 92 16 90 0

Georgstraße 24
32756 Detmold


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Montag: Ruhetag
Di.-Fr.: 14.00 Uhr - 17.00 Uhr
Samstag: 11.00 Uhr - 17.00 Uhr
Sonntag: 15.00 Uhr – 18.00 Uhr
(nur am ersten Sonntag im Monat)

Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte


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