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Folge 1: Die Steppenkinder stellen sich vor

„Und dann stand ich vor dieser Totenstadt. Es wurde immer dunkler, der Sternhimmel immer breiter, plötzlich heulten dann auch noch Wölfe im Hintergrund und ich bekam Nasenbluten“ , erinnert sich Edwin Warkentin an ein Erlebnis als Neunjähriger in der kasachischen Steppe. „Und wie war’s denn bei dir, Ira?“, fragt er zurück. „Ich musste als Kind Gänsehüten und fand es ganz schrecklich“, sagt Ira Peter und berichtet über ihre Kindheit in der sowjetischen Republik Kasachstan, die sie 1992 mit ihrer Familie in Richtung Deutschland verließ.

Heute ist Ira Peter Medien- und Kulturschaffende, Edwin Warkentin Kulturvermittler und -ermöglicher. Sie gehören zur „mitgebrachten Generation“ der Russlanddeutschen, die im Kindes- und Jugendalter mit ihren Familien aus der ehemaligen Sowjetunion als (Spät-)Aussiedler nach Deutschland einwanderten. Weil beide zudem wie ein Großteil der russlanddeutschen (Spät-)Aussiedler aus der kasachischen Steppe stammen, nennen sie ihren neuen Podcast „Steppenkinder“.

In der ersten Folge stellen sie ihre persönlichen Geschichten vor, die stellvertretend für viele russlanddeutsche Biografien stehen. Dabei blicken sie auf die vergangenen Jahrhunderte zurück und zeichnen die Wege ihrer Vorfahren nach: „Allein anhand unserer Familiengeschichten sieht man, wie heterogen die Gruppe der Russlanddeutschen ist“, sagt Ira Peter, nachdem Edwin Warkentin über seine Vorfahren berichtet hat. Während diese aus Westpreußen und Hessen an die Wolga beziehungsweise nach Sibirien emigrierten, kamen Ira Peters Ururgroßeltern aus Ostpreußen und lebten bis zur Deportation unter Stalin im ukrainischen Wolhynien. Andererseits haben Russlanddeutsche Parallelen mit anderen Aussiedlern oder auch mit Ostdeutschen.

Der neue Podcast „Steppenkinder“ will anhand persönlicher Geschichten die Besonderheiten der Russlanddeutschen als eine Gruppe der Aussiedler sichtbar machen. Gleichzeitig geht es den Machern darum, einer breiten Öffentlichkeit Wissen zu universellen Themen wie Identität, Erinnerungskultur, Migrations- oder Integrationserfahrung zu vermitteln. Dafür sprechen sie mit Interviewgästen aus Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft.

Alle zwei Wochen gibt es eine neue Folge. Der Podcast ist hier sowie über gängige Anbieter wie Spotify und iTunes kostenfrei verfügbar.




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