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Aktuelles - September 2025

Du möchtest wissen, was extern oder intern bei uns los ist? Dann bist du hier genau richtig. Hier findest du verschiedene aktuelle Veranstaltungen.

Die LostOst Show

Episode 2: Post-sowjetische Erziehung

In der zweiten Ausgabe der satirisch-informativen Live-Podcast-Reihe LostOst Show geht es um Erziehung und Elternschaft zwischen unterschiedlichen kulturellen Prägungen. Wie wirkt sich das eigene Aufwachsen auf die Rolle als Mutter oder Vater in Deutschland aus? Welche Traditionen, Erwartungen und Konflikte prägen den Alltag?

Zu Gast sind Autorin und Bloggerin Elina „Migrantenmutti“ Penner sowie Olga „Germamka“ Kapustina, die ihre Erfahrungen und Perspektiven einbringen.

Die LostOst Show beleuchtet mit Humor, Interaktion und Hintergrundwissen postsowjetische und osteuropäische Lebensrealitäten in Deutschland und trägt damit zur Sichtbarkeit und Repräsentation der PostOst-Communities bei.

Tickets: 15€

📍  Köln, Die Wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39
📅 19. September 2025, 20:00 Uhr


“Where the Poplars Grow”

Ausstellung und Buchpräsentation

Am 25. September, 18.00 Uhr laden wir Sie herzlich ins MIGRApolis-Haus der Vielfalt (Brüdergasse 16–18, Bonn) zur Ausstellungseröffnung und Buchpräsentation Where The Poplars Grow von Irina Unruh ein.

Die in Kirgistan geborene Fotokünstlerin widmet sich in ihrem gleichnamigen, 2024 mit der Silbermedaille des Deutschen Fotobuchpreises ausgezeichneten Werk Fragen nach Herkunft, Erinnerung und Identität. Ihre Fotografien dokumentieren das Leben entlang der historischen Seidenstraße und beleuchten zugleich die Erfahrungen der deutschsprachigen Minderheit in Zentralasien. Damit eröffnet die Ausstellung nicht nur einen Blick auf eine eindrucksvolle Landschaft und vielfältige Kultur, sondern auch auf historische und aktuelle Bezüge, die weit über Kirgistan hinausreichen.

Mit dieser Präsentation möchten die Veranstalter – die Internationale Jugendgemeinschaftsdienste Bonn in Kooperation mit dem Kulturreferat für Russlanddeutsche, dem Bonner Institut Für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V. sowie weiteren Partnern – Impulse für den Dialog über Zugehörigkeit, Migration und Erinnerungskultur geben.


Russlanddeutsche, Politik und zivilgesellschaftliches Engagement

Was bewegt die russlanddeutsche Community –politisch und gesellschaftlich?

In Bielefeld gehören Russlanddeutsche und Menschen mit postsowjetischer Migrationsgeschichte zu den größten eingewanderten Gruppen. Dennoch bestehen in der öffentlichen Wahrnehmung häufig Unklarheiten, Klischees oder verkürzte Darstellungen. Wir möchten Perspektiven sichtbar machen, Vorurteile abbauen und die politischen Einstellungen sowie das zivilgesellschaftliche Engagement dieser Community differenziert betrachten.

Wir laden sie herzlich ein zu der Diskussionsveranstaltung zu folgenden Themen:
– Politische Einstellungen und Engagement russlanddeutscher Menschen
– Populistische Tendenzen in den Communities?
– Einfluss von Kriegen, Medien und Desinformation
– Doppelte Ausgrenzung und historische Unsichtbarkeit

Unsere Gäste:

Kyra Funk
Journalistin & Filmemacherin, aufgewachsen in Bielefeld

Dr. Felix Riefer
Politikwissenschaftler, Experte für Russland, dem postsowjetischen Raum und russlanddeutschen (Spät-)Aussiedler*innen, Bonn

Eugen Giesbrecht
Sozialwissenschaftler, ehemaliger Hochschulreferent AStA HSBI, Antirassismus-Berater, Bi-Nemo e.V.

Veranstalter:
Kommunales Integrationszentrum Bielefeld

Moderation:
Edwin Warkentin, Kulturreferent für Russlanddeutsche am Museum
für russlanddeutsche Kulturgeschichte, Detmold

📍 Gässchen im historischen Museum Bielefeld, Ravensberger Park 2

📅 29. Oktober 2025, 18 Uhr


Geteilte Geschichte - gemeinsame Zukunft: Russlanddeutsche Erinnerungen als gesamtdeutsches und globales Erbe

📍 Leibnizsaal der Universität Hannover, Holzmarkt 4-6, 30159 Hannover

Am 16. September 2025 (17 - 19 Uhr) erinnern wir mit einer bundesweiten Gedenkveranstaltung im Leibnizsaal der Universität Hannover an den 28. August 1941 – den Beginn der stalinistischen Deportationen der Deutschen in der Sowjetunion. Das Datum steht für den Beginn von Zwangsumsiedlungen, in deren Folge rund 900.000 Menschen gewaltsam nach Sibirien und Kasachstan verschleppt wurden. Etwa 200.000 von ihnen starben durch die Entbehrungen von Deportation und Zwangsarbeit.

Unter dem Titel „Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft“ laden der Landesbeauftragte Deniz Kurku und das Bundesinstitut für Kultur und Geschichte des östlichen Europas zum Austausch über Erinnerung und Zukunftsperspektiven ein.

Eintritt ist frei - Platzzahl begrenzt.

Weitere Infos finden Sie unter dem folgenden Link:


Rückblick: Lesung mit René Scharton

Am 12. Juli veranstaltete René Scharton im Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte eine Lesung zu seinem Buch Der lange Weg nach Hause – Eine russlanddeutsche Reise in die Heimat. Zu dieser Veranstaltung erschienen knapp 50 Besucherinnen und Besucher. Als unsere Kuratorin für Bildung und Vermittlung gab Jenny Braun eine kurze Einführung in das Thema und zum Autor.

Der Autor las Passagen aus seinem Buch, in dem es um die vielschichtige und bewegende Geschichte von Valentin geht. Als einer von Hunderttausenden von Russlanddeutschen überlebt er Repressionen, Deportation, Zwangsarbeit und die Suche nach einer neuen Heimat. All diese Themen sowie das Leben in der Verbannung und die Ausreise nach Deutschland waren Teil der Lesung. In der anschließenden Fragerunde erzählte René Scharton darüber hinaus, dass er selbst aus einer russlanddeutschen Familie kommt und von Geschichten wie der von Valentin persönlich geprägt ist. Das Buch hat er geschrieben, weil er die Geschichte der Russlanddeutschen lebendig erhalten möchte.

Wir als Museumsteam haben uns sehr über die rege Teilnahme gefreut. Es war sowohl bewegend als auch erkenntnisreich, zu sehen, wie viel die Geschichte von Valentin über Migration, Vertreibung und Integration mit den gegenwärtigen Themen und der Geschichte von anderen Migrationsgruppen gemeinsam hat. Umso mehr hat es uns gefreut, unser Museum als Veranstaltungsort zu öffnen, wo all diese Themen zusammenfinden.

Das Buch ist auf Amazon sowie als Hörbuch bei Spotify erhältlich: