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Museum am Sonntag - Kulturprogramm

Museum am Sonntag - Kulturprogramm

Bei dem Format „Museum am Sonntag“ bieten wir Ihnen ein besonderes Programm an: Lesungen, Filme, Vorträge und andere Veranstaltungen erweitern den Blick auf unsere Ausstellungen. Geschichte der Russlanddeutschen im Kontext der Weltgeschichte, das ist unser Ansatz.

Das diesjährige Programm beschäftigt sich mit den Themen der aktuellen Sonderausstellungen.

„Museum am Sonntag“ findet einmal monatlich sonntags statt. Wir starten um 15 Uhr mit einer öffentlichen Führung. Danach laden wir Sie um 16 Uhr zu der jeweiligen Veranstaltung ein. Sowohl die Teilnahme an der Führung wie auch der Eintritt ins Museum sind für Sie kostenfrei.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Das Kulturprogramm auch als PDF-Download

 

8. JULI: Autorenlesung: Roter Herbst in Chortitza (16 Uhr)

Mit Autor Tim Tichatzki

Anlässlich der Sonderausstellung Doppelte Diktaturerfahrung der Schwarzmeerdeutschen des Museums liest der Autor Tim Tichatzki aus seinem 2018 erschienen Roman Roter Herbst in Chortitza.

In Russland stürzt der Zar, in Deutschland tritt der Kaiser zurück und die bis dahin beschauliche Welt von Osterwick gerät aus den Fugen. Willi und Maxim stoßen in der Nähe ihres Heimatdorfes auf ein Maschinengewehr. Für die deutsch-mennonitische Ansiedlung Chortitza, zu der Osterwick gehört, die tief im ukrainischen Teil des zerfallenen Zarenreiches liegt, läutet ein Schuss aus Notwehr das dunkle zwanzigste Jahrhundert ein.

Der Kölner Schriftsteller wirft in seinem Erstlingswerk die großen Fragen nach Recht und Gerechtigkeit, Humanität und menschliche Abgründe, Glaube und Macht auf und bettet sie für den Leser in eine exotisch wirkende Szenerie einer russlanddeutschen Kulturexklave in einer Region und Epoche, die der renommierte Osteuropahistoriker Timothy Snyder als bloodlands definierte.

Ab 15 Uhr wird eine kostenlose Führung durch die Sonderausstellung angeboten. Zur Lesung werden Kaffee und Kuchen gereicht.

Diese Veranstaltung wird durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalens finanziert. Am 18. Juli findet mit der Eröffnung der Ausstellung „Mein Name ist Eugen“ die nächste Veranstaltung am Museum in Kooperation mit dem Kulturreferat für Russlanddeutsche statt.

10. JUNI: Eröffnung der Sonderausstellung „Volksgenosse oder Feind des Volkes? Die doppelte Diktaturerfahrung der Schwarzmeerdeutschen“

Die russlanddeutsche Bevölkerung außerhalb der Grenzen des Deutschen Reiches erfährt die Zeit des Zweiten Weltkrieges auf besondere Weise. In der Sowjetunion werden sie durch Deportationen, Enteignung und politische Entmündigung diskriminiert. Nach der Besetzung der Ukraine 1941 durch die Nationalsozialisten ändert sich ihre Lage jedoch blitzartig.

Das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte und das Regionalhistorische Museum Odessa erweitern gemeinsam die vielbeachtete Geschichte zur Flucht und Vertreibung, um die so unterschiedliche Erfahrung zweier Diktaturen. Schon bald wird deutlich, dass sich Opfer- und Tätergeschichte nicht voneinander trennen lassen. Fotos, Dokumente und Objekte aus Deutschland und der Ukraine geben einen spannenden Einblick in die Rolle der Russlanddeutschen in beiden Regimen.

In Kooperation mit dem Regionalgeschichtlichen Museum Odessa, Ukraine.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Kulturreferat für Russlanddeutsche statt.

13. MAI: Kreativangebot: „Spiele typisch (Russland-) Deutsch“ am Museumstag (15 Uhr)

13. MAI: Kreativangebot: „Spiele typisch (Russland-) Deutsch“ am Museumstag (15 Uhr)

Womit und was haben die Russlanddeutschen früher gespielt? Einige Spielsachen lassen sich einfach nachbasteln und regen zum Mitspielen mit. Kinder haben oft mehr Freude an selbstgebastelten Spielzeugen als an gekauften. An verschiedenen Stationen werden traditionelle Spiele oder auch Spiele der Nachbarn der Russlanddeutschen unter Anleitung angeboten.

Anlässlich des Internationalen Museumstages lädt das Museum am Muttertag Eltern und Kinder zum kostenfreien Besuch im Museum ein. Parallel zum Kinderangebot können Eltern an Führungen durch das Museum teilnehmen. Ein Angebot für Kinder im Grundschulalter.

Beginn: 16 Uhr

Öffentliche Führung: 15 Uhr

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Kulturreferat für Russlanddeutsche statt.

8. APRIL: Workshop: „Kochen und Schmausen auf Russlanddeutsch“ (15 Uhr)

8. APRIL: Workshop: „Kochen und Schmausen auf Russlanddeutsch“ (15 Uhr)

„Sguschtschönka“ – wörtlich „die Komprimierte“ - heißt die gezuckerte Kondensmilch. So könnte man auch die Küche der Russlanddeutschen metaphorisch bezeichnen.

Zu besonderen Eigenheiten der Russlanddeutschen gehört ihre kunterbunte Küche, die sowohl die verschiedenen Herkunftsgebiete aus Deutschland als auch die Epochen und Kulturen abbilden, die sie prägten. So kann ein gedeckter Tisch einer russlanddeutschen Familie wie ein offenes Buch ihrer Kulturgeschichte gelesen werden. Da werden zum ukrainischen Borschtsch westpreußische Zwiebackbrötchen gereicht. Als Hauptgang gibt es wolgadeutschen Strudel mit Kartoffel und Brei, sibirische Pelmeni, usbekischen Plow oder kaukasischen Schaschlik. Getrunken wird russischer Kwas und Kissel. Kaukasischer Kefir verspricht ein langes Leben und die kasachische Stutenmilch Kumys Heilung gegen sämtliche Gebrechen. Auch der Nachtisch steht dem im Nichts nach: neben hessischen Kreppeln und pfälzischen Riwwelkuchen findet man ganz sicher orientalischen Khalwa oder polnische Vogelmilch.

Im Workshop werden Hintergründe einiger Gerichte erläutert. Unter Anleitung unserer Referenten können Interessierte an der Zubereitung teilnehmen und das Ergebnis selbstverständlich anschließend verkosten.

Um eine Anmeldung bis zum 2. April wird gebeten.

Beginn: 16 Uhr

Öffentliche Führung: 15 Uhr

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Kulturreferat für Russlanddeutsche statt.

11. MÄRZ: Musikalisches Angebot: via HARMONY „Lasst uns zusammen singen!“

11. MÄRZ: Musikalisches Angebot: via HARMONY „Lasst uns zusammen singen!“

Viele überraschende Besonderheiten bietet das Liedgut der Russlanddeutschen. Aus der historischen Heimat mitgebrachte, selbstkomponierte oder von Nachbarn adaptierte Lieder bilden eine bunte Mischung eigener Prägung. In der Vorkriegszeit wurde für die Vermittlung ein eigenes Ziffernsystem als einfachere Alternative zum Notensystem entwickelt und spezialisierte Verlage druckten weltliche und geistliche Gesangbücher in hohen Auflagen. Das raue politische Klima der Repressionszeit nötigte die Russlanddeutschen zur Umstellung auf mündliche oder handschriftliche Weitergabe.

Musik und Gesang hatte bei den Deutschen in Russland einen hohen Stellenwert. Bei den meisten Zusammenkünften wurden Instrumente gespielt und gesungen. Die Lieder gaben ihnen sowohl ein Gemeinschaftsgefühl aber auch Heimat, Trost und Halt in den schweren Zeiten.

Die Vokalgruppe via Harmony aus Detmold pflegt aktiv dieses Kulturerbe und lädt zusammen mit dem Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte zu einem gemeinsamen Singnachmittag ein.

Beginn: 16 Uhr

Öffentliche Führung: 15 Uhr

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Kulturreferat für Russlanddeutsche statt.

26. FEBRUAR: Auftaktseminar zum Kulturreferat für Russlanddeutsche (9.30 Uhr)

26. FEBRUAR: Auftaktseminar zum Kulturreferat für Russlanddeutsche (9.30 Uhr)

Ort: Detmold

Veranstaltungsort: Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte

Veranstalter: Kulturreferat für Russlanddeutsche

Datum: 26.02.2018 - 26.02.2018

Bewerbungsschluss: 12.02.2018

Gemäß der weiterentwickelten Konzeption des Bundes zur Erforschung, Bewahrung, Präsentation und Vermittlung der Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa nach § 96 des Bundesvertriebenengesetzes ist seit November 2017 zusätzlich ein Referat für russlanddeutsche Kultur und Geschichte eingerichtet.

Als Anlaufstelle für Vereine, Organisationen oder Institutionen unterschiedlicher Trägerschaft unterstützt, berät und fördert das Referat mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien Initiativen, die sich mit einer breitenwirksamen Vermittlung der russlanddeutschen Kultur und Geschichte befassen. Projekte im Bereich der Jugend- und Erwachsenenbildung sowie generationsübergreifenden Wissenstransfer werden besonders begrüßt.

Um den Wirkungsbereich des Referats den potenziellen Kulturpartnern näher vorzustellen und um über die Fördermodalitäten zu informieren, lädt der Kulturreferent zu einem eintägigen Seminar am 26. Februar 2018 ins Museum in Detmold ein. Bei der Tagung können sich die interessierten Kulturpartner mit einem entsprechenden Profil präsentieren und erste Ideen für mögliche Kooperationen erläutern.

Angesichts der bevorstehenden vorläufigen Haushaltsführung des Bundes wird eine Förderung von Projekten durch das Kulturreferat jedoch erst ab dem zweiten Halbjahr 2018 möglich sein.

Im Sinne einer konstruktiven Diskussionsgrundlage wird um die Beifügung von Projekt- und Finanzierungsskizzen bis zum 12. Februar 2018 gebeten.

Die Teilnahme am Seminar ist unentgeltlich, allerdings können Reisekosten nicht erstattet werden. Um eine Anmeldung bis zum 12. Februar 2018 wird gebeten.

Programm

Montag, 26. Februar 2018, Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte, Detmold

09:30 Begrüßung - Edwin Warkentin, Kulturreferent

09:45 Grußwort - Kornelius Ens, Leiter des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte Detmold

10:00 Führung im Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte

11:00 Vortrag - Dr. Frank Schilling, BKM: Zur Tätigkeit des Kulturreferates auf Grundlage der 2016 weiterentwickelten Förderkonzeption zu § 96 BVFG

11:30 Diskussion - Erwartungen der Kulturpartner an das Kulturreferat

12:30 Mittagspause

13:30-15:00 Vorhaben der Kulturpartner. Kurzvorstellung von Projektideen

15:00-15:30 Diskussion und kursorische Auswertungen der Projektskizzen

15:30-17:00 Beratung für Antragsteller (Förderantrag, Kosten- und Finanzierungsplan, Projektdarstellungen, Sachbericht)

Ende der Veranstaltung

Kontakt

Edwin Warkentin Georgstraße 24, 32756 Detmold +49 5231 921694 e.warkentin(a)russlanddeutsche.de

11. FEBRUAR: Dialog: Jugend im Dialog mit der Generation „Drüben“ (15 Uhr)

11. FEBRUAR: Dialog: Jugend im Dialog mit der Generation „Drüben“ (15 Uhr)

Wie geht es weiter nach der Schule? Bleibe ich in der trauten Umgebung meiner Heimat, bei Familie und Freunden oder folge ich den Verheißungen des Großstadtlebens? Studium oder Berufsausbildung?

Diese Fragen stellten sich einstmals auch die Eltern und die Großeltern der heutigen Jugendlichen. Jedoch gaben die Lebensumstände und die Sozialisation der Deutschen in der Sowjetunion im Unterschied zu den in Deutschland geborenen einen anderen Handlungs- und Entscheidungsspielraum, der in bestimmten Bereichen auch politische Schranken aufwies. Bereits in Deutschland wurden viele durch die berufliche Anerkennungspraxis ihrer früheren Abschlüsse durch Behörden erneut mit Themen von Berufsfindung, Umschulung und Weiterbildung konfrontiert. Um über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu sprechen lädt das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte gemeinsam mit der Jugendgruppe der Ev. Fr. Gemeinde Detmold-Nord zum Dialog der Generationen ein.

Beginn: 16 Uhr

Öffentliche Führung: 15 Uhr

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Kulturreferat für Russlanddeutsche statt.

28. JANUAR: Film und Zeitzeugengespräch: „Ja, so war es. Wolgadeutsches Schicksal.“ (15 Uhr)

28. JANUAR: Film und Zeitzeugengespräch: „Ja, so war es. Wolgadeutsches Schicksal.“ (15 Uhr)

Vor 100 Jahren wurde die Autonome Republik der Wolgadeutschen gegründet, 1941 wieder aufgelöst, die gesamte deutsche Bevölkerung der Sowjetunion verbannt und zur Zwangsarbeit rekrutiert. Exemplarisch steht der Lebensweg des Dichters und politischen Aktivisten Dominik Hollmann für die Abgründe biographischer Erfahrungen dieser Zeit. In der Dokumentation berichtet die ebenso literarisch wirkenden Tochter des Dichters Ida Bender über ihren Vater.

Verlust, Entbehrungen und Willkür haben sich als schwere Traumata über die Leben dieser Menschen für Jahrzehnte gelegt. Eine Aufarbeitung oder therapeutische Begleitung für sie fand praktisch nicht statt. Als Bundesbürger leben sie mit ihren Schicksalen unter uns. In persönlichen Gesprächen mit Zeitzeugen sowie ihren Angehörigen und Pflegenden bieten wir eine Möglichkeit die Erfahrungswelten dieser Menschen zu ergründen.

Beginn: 16 Uhr

Öffentliche Führung: 15 Uhr

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Kulturreferat für Russlanddeutsche statt.



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Tel. 05231 92 16 90

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