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Museum am Sonntag - Kulturprogramm

Museum am Sonntag - Kulturprogramm

Bei dem Format „Museum am Sonntag“ bieten wir Ihnen ein besonderes Programm an: Lesungen, Filme, Vorträge und andere Veranstaltungen erweitern den Blick auf unsere Ausstellungen. Geschichte der Russlanddeutschen im Kontext der Weltgeschichte, das ist unser Ansatz.

Das diesjährige Programm beschäftigt sich mit den Themen der aktuellen Sonderausstellungen.

„Museum am Sonntag“ findet einmal monatlich sonntags statt. Wir starten um 15 Uhr mit einer öffentlichen Führung. Danach laden wir Sie um 16 Uhr zu der jeweiligen Veranstaltung ein. Sowohl die Teilnahme an der Führung wie auch der Eintritt ins Museum sind für Sie kostenfrei.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Das Kulturprogramm auch als PDF-Download

 

1. NOVEMBER: Tagung: Vorträge und Konzert. Musik der Russlandmennoniten (16 Uhr)

1. NOVEMBER: Tagung: Vorträge und Konzert. Musik der Russlandmennoniten (16 Uhr)

Mit Gary Waltner, Peter Letkemann und Johann Penner

Gary Waltner leitete jahrzehntelang die Mennonitische Forschungsstelle, in der viele historische Gesangbücher der Mennoniten, Hutterer und Amischen aufbewahrt werden. Er wird einige dieser Gesangbücher vorstellen und über die Hintergründe referieren, wann und auf der Basis welcher theologischer Grundannahmen die Mennoniten welche Lieder sangen.

Peter Letkemann ist der bedeutendste Forscher zu Mennonitenthemen in Kanada. Als Musiker und Historiker hat er zahlreiche Publikationen zu verschiedenen musikalischen Themen verfasst. Peter Letkemann wird zur Geschichte der Ziffern von Jean-Jacques Rousseau bis zu der Gesangsbuchreihe Liederperlen vortragen. Viele Mennoniten in der Sowjetunion und auch noch in Deutschland singen nicht nach Noten, sondern nach Ziffern. Bei einigen Mennoniten sind die Ziffern als altmodisch in Verruf geraten. Dabei wird verkannt, dass die Ziffern bei ihrer Einführung gerade den damals progressiven mehrstimmigen Chorgesang in Schule und Kirche ermöglichten.

Anschließend gibt es ein Konzert mit Johann Penner und Freund*innen: Musik und kurze plautdietsche Gedichte/Geschichten/Theaterstücke

Kooperationsveranstaltung mit dem Plautdietsch-Freunde e.V.

Beginn: 16 Uhr

21. OKTOBER: Filmpremiere: DER WEITE WEG ZURÜCK. Eine Zeitreise mit dem Russland-Deutschen Theater von Alexej Getmann (16 Uhr)

Der Film portraitiert das einzige professionelle Theater russlanddeutscher Schauspieler in Deutschland, das bereits seit mehr als zwanzig Jahren in der Baden-Württembergische Provinz besteht. Er begleitet die Schauspieler Maria und Peter Warkentin auf ihren Gastspielen in Deutschland und an ihre früheren Wirkungsstätten im heutigen Kasachstan. 1980 wurde nach einer vierzigjährigen Pause erneut ein deutsches Theater auf dem Boden der Sowjetunion gegründet. Schnell etablierte es sich als zentrale Stätte für die kulturelle Emanzipation der deutschen Minderheit nach Jahrzehnten der Repressionen. Heute leben die Schauspieler allesamt in Deutschland und das Russland-Deutsche Theater bewahrt und führt diese Tradition weiter.

Premiere findet in Gegenwart des Regisseurs Alexej Getmann und des Produzenten Ralph Weihermann sowie der beiden Protagonisten.

Beginn: 16 Uhr

28. SEPTEMBER: Film: "In meinen Adern fließt kasachischer Tee" von Hermann Peseckas (16 Uhr)

28. SEPTEMBER: Film:

Vorführung mit Jurij Diez

Im bayerischen Freilassing sucht die russlanddeutsche Familie Dietz zum wiederholten Mal ihre Heimat, bis das Hochwasser von 2013 sie obdachlos hinterlässt. Jedes Familienmitglied lebt auf seinem eigenen Planeten, hat seinen eigenen Plan und bewegt sich in sehr unterschiedlichen Gesellschaften.

Dennoch sind sie eine vitale, lebensfreudige und unternehmungslustige Familie, die Mut gibt und inspiriert. Der österreichische Regisseur Hermann Peseckas begleitete über vier Jahre die Familie durch Höhen und Tiefen. Sein Film gibt tiefe Einblicke in individuelle Beheimatungswege von russlanddeutschen Aussiedlern.

Die Filmvorführung ist ein Angebot anlässlich der Integrationswoche des Kommunalen Integrationszentrums Kreis Lippe

Beginn: 18 Uhr

26. AUGUST: Vortrag: "Swjatoslaw Richter und seine deutsche Familie in Shitomir und Odessa" von Dr. Klaus Harer (16 Uhr)

26. AUGUST: Vortrag:

Kenner der klassischen Musik verbinden mit dem Namen Swjatoslaw Richter höchste Virtuosität der Klavierkunst des vergangenen Jahrhunderts. Der sowjetische Pianist begeisterte weltweit das Publikum mit seinen technisch brillanten Interpretationen von Bach, Tschaikowski, Schubert, Liszt oder Schumann. Weniger bekannt als seine Einspielungen sind die biografischen Hintergründe seiner Familie in der heutigen Ukraine.

Über neue Erkenntnisse hinsichtlich der wolhyniendeutschen Familie Richter wird am 26. August anlässlich der Sonderausstellung „Doppelte Diktaturerfahrung der Schwarzmeerdeutschen“ des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte der Potsdamer Musikwissenschaftler Klaus Harer berichten.

Dr. Klaus Harer studierte Slawistik und Musikwissenschaft und lehrte anschließend an der Philipps-Universität Marburg. Am Deutschen Kulturforum Östliches Europa widmet er sich aktuell der Musikkultur des 18. bis 20. Jahrhunderts, Literatur- und Kulturgeschichte in Russland, St. Petersburg, Ostpreußen und der Schwarzmeerregion.

Diese Veranstaltung des Kulturreferats für Russlanddeutsche beginnt nach einer einstündigen öffentlichen Führung um 15 Uhr durch die ständige Ausstellung und durch die Sonderausstellung des Museums um 16 Uhr. Sie wird durch die Landesregierung von Nordrhein-Westfalens gefördert.

15 Uhr Führung

16 Uhr Vortrag, Dr. Harer



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Museum für
russlanddeutsche
Kulturgeschichte

Tel. 05231 92 16 90

Georgstraße 24
32756 Detmold


ÖFFNUNGSZEITEN

Montag: Ruhetag
Di.-Fr.: 14.00 Uhr - 17.00 Uhr
Samstag: 11.00 Uhr - 17.00 Uhr

Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte


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